Strengberg

Erstellt am 25. April 2017, 06:02

von Ingrid Vogl

Hallenbad wird zum Kindergarten. Aus nach 41 Jahren: Das Strengberger Hallenbad in der Mittelschule ist in die Jahre gekommen und wird aufgelassen. Schon im Spätherbst soll die vierte Kindergartengruppe einziehen.

Das Strengberger Hallenbad in der Neuen Mittelschule ist in die Jahre gekommen und war für die Gemeinde – am Bild Bürgermeister Roland Dietl – in den letzten Jahren ein Riesendefizit. Daher wird das Hallenbad stillgelegt und umgebaut, um in Zukunft eine vierte Kindergartengruppe beheimaten zu können.  |  Fritscher

Stetig steigende Anmeldungen zwangen die Gemeinde bereits vor einem Jahr zum Handeln. Man suchte beim Land NÖ um eine vierte Kindergartengruppe an, was auch genehmigt wurde. Wo diese untergebracht wird, bereitete in der Folge aber einiges Kopfzerbrechen, denn der ursprüngliche Plan zerschlug sich.

Am 24. April 1976 wurde das Strengberger Hallenbad feierlich eröffnet. 41 Jahre später wird es nun stillgelegt. Foto: Archiv/Fritscher  |  Archiv/Fritscher

„Vom baulichen Aspekt her wäre die Einrichtung eines Gruppenraumes im Obergeschoß der Volksschule die wahrscheinlich kostengünstigste Variante“, erklärte Bürgermeister Roland Dietl das anfänglich geplante Vorhaben. Es müsse nur noch eine direkte Verbindung der vierten Gruppe zum Kindergarten hergestellt werden.

Zu realisieren war das Projekt in dieser Form nicht, denn beim Bau des Volksschul- und Kindergarten-Gebäudes wurden bezüglich Statik die damals geltenden Mindestsätze angewendet. Diese wurden seither auf ein Mehrfaches angehoben, wodurch eine weitere Belastung baurechtlich nicht möglich war.

Daher wurde als Alternative eine Aufstockung auf den bestehenden Kindergarten ins Auge gefasst, die sich jedoch mit Kosten um die 400.000 Euro zu Buche schlagen würde. Kosten, die dem Land ein Dorn im Auge waren. „Wir wurden vom Land darauf hingewiesen, dass das zu teuer ist und dass eine weitere Kindergartengruppe auch um 300.000 Euro gehen muss. Das wäre dort aber nicht möglich gewesen“, schildert der Ortschef, warum auch dieser Plan fallen gelassen werden musste.

„Das Hallenbad war ein Riesendefizit“

Also machte man sich erneut auf die Suche nach einem Standort und wurde beim Hallenbad in der Neuen Mittelschule fündig. Das Bad mit einem zwölfeinhalb mal acht Meter großen Lehrschwimmbecken ist mittlerweile in die Jahre gekommen und wurde von den Erwachsenen kaum mehr genützt. Die Gemeindekasse belastete es aber gewaltig.

„Das Hallenbad war ein Riesendefizit und hat uns pro Jahr 40.000 bis 50.000 Euro gekostet“, verrät Bürgermeister Dietl. Daher wurde in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen, das Hallenbad stillzulegen und dort eine Heimat für die vierte Kindergartengruppe zu schaffen.

Wie hoch die erste Grobschätzung der Kosten für den Umbau ausfällt und wann mit den Arbeiten begonnen werden soll, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der NÖN sowie im ePaper!