Erstellt am 28. Dezember 2015, 09:03

von Doris Schleifer-Höderl

Theatergruppe hat bisher 63 Stücke gespielt. Die Theatergruppe St. Stephan feiert 2016 ihr 50-Jahr-Jubiläum. Leiter Josef Maderthaner freut sich sehr darauf.

Josef Maderthaner bereitet sich mit seinem Ensemble bereits auf das 50-Jahr-Jubiläum der Theatergruppe vor. Foto: Schleifer-Höderl  |  NOEN, Schleifer-Höderl
„Ich habe bereits bei den Salesianern eine Theatergruppe gehabt, weil ich schon immer gerne auf der Bühne stand“, berichtete Josef Maderthaner, Leiter der Theatergruppe St. Stephan den NÖN. „Da habe ich 1957 dann im Alter von 20 Jahren das erste Mal den Jedermann gespielt!“

Theaterball und „Sie wünschen, wir spielen“

Im Herbst 1966 kam es zur Gründung der Amateurtheatergruppe St. Stephan, jetzt kurz Thesasta genannt. Unter tatkräftiger Mitwirkung des damaligen Kaplans in Amstetten und derzeitigen Dechants in Würmla, Erich Resch, entstand sie aus der Jugendbewegung heraus.

Ein halbes Jahrhundert später kann Theaterleiter Josef Maderthaner auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. „In all den Jahren haben wir 63 Stücke gespielt und über 650 Vorstellungen gegeben. Mehr als 300 Personen haben dabei mitgewirkt. Derzeit umfasst unser Ensemble an die 30 Pesonen.“

Für das Jubiläumsjahr hat sich Thesasta natürlich etwas Besonderes einfallen lassen. „Zum einen wird es am Rosenmontag im Gasthaus Sandhofer unseren mittlerweile vierten Theaterball geben. Zum anderen haben wir in der letzten Spielsaison unsere Zuseher mittels Stimmzettel unter dem Motto „Sie wünschen, wir spielen“ befragt, welche Stücke sie in den Saisonen 2016 und 2017 anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens nochmals sehen möchten“, erklärt Josef Maderthaner.

Eröffnungs-Act der Amstettner Kulturwochen

Geplant ist, zwei bis drei Stücke pro Jahr zu geben. Auf jeden Fall werden auf dem Spielplan die „Pension Schöller“, Nestroys „Frühere Verhältnisse“, Mitterers „Weizen auf der Autobahn“ sowie Hermanovsky-Orlandos „Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter“ sowie Nortels „Romero“ stehen.

„Fix ist auch schon, dass wir die Amstettner Kulturwochen 2016 mit „Lumpazivagabundus“ eröffnen werden. Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagt Maderthaner.

Er war und ist nach wie vor mit Begeisterung beim Theater. „Da ich von Beruf Banker war, war die Bühne immer ein hervorragender Ausgleich für mich. Menschen zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen sowie ihnen ein paar vergnügliche Stunden abseits des stressigen Alltags zu bescheren, aber auch Probleme der heutigen Zeit anzusprechen, waren immer mein Bestreben.“

Ans Aufhören denkt der Theaterprinzipal noch lange nicht. „Ich würde mich schon freuen, wenn es noch ein paar Jahre so weitergehen könnte, bevor ich mit ruhigem Gewissen das Zepter an einen Nachfolger übergeben kann!“