Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:02

von Hermann Knapp

Vorwürfe: Holzspäne im Burger. Hausmeninger will beim Essen unliebsame Überraschung gemacht haben. Restaurantkette hat Prüfung eingeleitet.

Diese drei Holzstückchen will Rudolf W. in seinem Burger gefunden haben. Foto: privat  |  NOEN, privat
„Plötzlich spürte ich etwas Hartes im Mund und habe deshalb nicht geschluckt, zum Glück“, sagt, Rudolf W. aus Hausmening. Er will in einem Burger, der ihm in einem Schnellrestaurant verkauft wurde, mehrere bis zu drei Zentimeter lange Holzstückchen gefunden haben.

„Ich habe ja auch Fotos. Man sieht, dass das Holz die Farbe des Fleisches angenommen hat, also auf jeden Fall schon länger drinnen war“, erklärt der 35-Jährige.

Nicht zufrieden mit Reaktion auf Reklamation

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Am 21. September wollte er von Wien kommend kurz vor Mitternacht noch einen Imbiss zu sich nehmen. „Der Hunger ist mir aber dann gründlich vergangen. Was gewesen wäre, wenn ein Kind diesen Burger bekommen und das Holz geschluckt hätte, möchte ich mir gar nicht vorstellen“, sagt W.

Er hat natürlich bei der Geschäftsführung reklamiert, ist mit deren Reaktion aber nicht zufrieden. „Man hat mir zur Entschädigung fünf Gratismenüs angeboten. Ich denke, dass bei einem Gesamtumsatz von 465 Millionen Euro in Österreich schon eine andere Entschädigung fällig wäre.“

Vonseiten der Restaurantkette erklärt man, dass es laut Expertenmeinung eigentlich unmöglich ist, dass solche Holzstückchen ins Essen gelangen. „Bei uns ist das ganz sicher nicht passiert, denn wir haben diese Sorte Holz gar nicht im Restaurant“, erklärt der Geschäftsführer des betroffenen Lokals.

Der Sache werde aber natürlich akribisch nachgegangen. Das Holz werde von Wissenschaftlern untersucht und der Hersteller aus Oberösterreich, der die Fleischleibchen liefert, von Lebensmittelprüfern einer genauen Kontrolle unterzogen. „Wir nehmen den Vorfall ganz bestimmt nicht auf die leichte Schulter!“