Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:28

von Sabine Hummer

Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk durch Vereinsjugend. Private Feuerwehr Sträußl bringt mit ihrer Spende Licht in zwei Familien aus Behamberg und Haidershofen.

Bei der Spendenübergabe: (vorne v.l.) Tamara Braml, Hermine, Lucia und Stefan Haider sowie Silvia, Christian und Laura Huber; (dahinter v.l.) Leopold Dorfer (Fliesentechnik Dorfer), Alois Ensmann (Montage Ensmann), Franz Heimberger, Obmannstellvertreter Florian Holzner (Christbaumhof Manzl), Patrick Kogler, Johannes Streßler (Gärtnerei Streßler), Obmann Josef Hofstätter und Alois Schwödiauer (Cresu). Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer

„Gerade vor Weihnachten geht man etwas in sich und weiß zu schätzen, wie gut es einem geht. Aber wir dürfen dabei nicht auf andere vergessen“, sagt Josef Hofstätter, Obmann der Privaten Feuerwehr Sträußl – einem Verein, der sich der Gemeinschaft und antiken Fahrzeugen verschreibt.

Sponsoren rundeten den Betrag noch auf

Zwei Kinder mit besonderen Bedürfnissen wurden in der Vorwoche mit ihren Familien in den Clubraum der PF Sträußl geladen. „Der Jugendvorstand unseres Vereines hat beschlossen, einen Teil des Erlöses des Stodl-Festes einem guten Zweck zuzuführen“, erklärt Obmann Josef Hofstätter den Grund dieses Zusammentreffens.

Einige Sponsoren haben den Betrag noch aufgerundet. Und so freute sich der Vereinsvorstand, insgesamt 1.100 Euro an die Familien aus Behamberg und Haidershofen überreichen zu dürfen. „Oft vergessen wir, dass auch Familien in unserem Umfeld Hilfe brauchen. Wir kennen diese Leute und wissen, dass das Geld hier gut angelegt ist“, sagt Hofstätter.

Das vorzeitige Weihnachtsgeschenk stieß natürlich auf freudige Gesichter bei den Familien.

Therapien belasten das Haushaltsbudget

Laura Huber aus Behamberg ist zehn Jahre alt und lebt mit dem Down Syndrom. Das aufgeweckte Mädchen besucht als Integrationskind die vierte Klasse der Volksschule Behamberg, sie tanzt und singt gerne und hat viele Freunde in der Schule gefunden.

„Wir fördern sie, wo es geht“, sagen ihre Eltern, Silvia und Christian Huber. Regelmäßige Besuche bei Logopädin und Ergotherapie belasten das Haushaltsbudget ebenso wie die Hippotherapie, die der kleinen Laura besonders guttut.

Zusätzlich leidet Laura an kindlichem Rheuma, was immer wieder mit starken Gelenkschmerzen verbunden ist. „Laura ist ganz tapfer, ohne Medikamente ginge es aber gar nicht. Der letzte Schub ist aber Gott sei Dank schon länger her“, erzählt Mama Silvia.

21 Jahre alt – aber wie ein Baby geblieben

Therapien stehen auch bei der Familie Haider aus Haidershofen am Tagesplan. Tochter Lucia ist zwar 21 Jahre alt, aber wie ein Baby geblieben. „Sie leidet am Rett-Syndrom“, erklärt Mama Hermine, die mit Lucia, Sohn Stefan und dessen Freundin Tamara ins Clubhaus gekommen ist. Lucia kann nichts alleine tun – weder essen noch etwas greifen oder sich ausdrücken.

„Anfangs hat sie sich fast normal entwickelt, erst mit einem Jahr ist man draufgekommen, dass irgendetwas nicht stimmt“, erzählt Hermine Haider von der Diagnose, die seitdem das Leben der Familie bestimmt. Zusätzlich leidet Lucia an extremer Skoliose, einer Fehlstellung der Wirbelsäule, weshalb sie immer ein Mieder tragen muss.

Leider verschlechtert sich ihr Zustand eher, als sich zu verbessern. Deshalb besucht Lucia die Lebenshilfe und wird mit Therapien gefördert, um ihren gegenwärtigen Zustand zu erhalten. „Da fallen natürlich sehr viele Selbstbehalte an“, sagt Hermine Haider. „Ich finde es so großartig, dass der Verein Familien unterstützt“, dankt sie im Namen ihrer Tochter für das tolle „Christkindl“.