Haag , Waidhofen an der Ybbs

Erstellt am 13. Juli 2016, 04:07

von Sabine Hummer

„helloplace“: Freizeittipps per Mausklick. Im Herbst startet die neue mobile Online-Plattform für Familienfreizeitgestaltung, die aktuell von Gregor Haslinger und Christoph Hochstrasser entwickelt wird.

Mit der App „helloplace“ von Christoph Hochstrasser (l.) und Gregor Haslinger können sich Familien österreichweit, unkompliziert und schnell über das Freizeitangebot in ihrer Nähe informieren. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN

Welche Eltern kennen das Problem nicht? Man will mit den Kindern etwas unternehmen und hat keine Idee oder man befindet sich auf Österreich-Urlaub und hat keinen Schimmer, welche Angebote es überhaupt gibt.

So ging es auch dem Haager Gregor Haslinger, RIZ-Zentrumsleiter in Waidhofen, als er an einem Sonntagmorgen nach einem adäquaten Freizeitangebot für seine Familie suchte. „Ich habe mit dem Handy zu suchen begonnen und festgestellt, es gibt nichts, wo ich eine Übersicht über Freizeiteinrichtungen in meiner Umgebung, die auch über die Landesgrenzen geht, finde.“

Also nahm er die Sache selbst in die Hand und fand in Christoph Hochstrasser, der als selbstständiger Web Designer im RIZ tätig ist, einen kongenialen Partner. Und so wurde aus einer Idee ein umfangreiches Großprojekt mit dem klingenden Namen „helloplace“.

Fokus bei Freizeitzielen für Kinder von 0 bis 12

„Es geht dabei um Plätze, wo Familien etwas Tolles erleben können. Ein englischer Name ist uns wichtig, weil wir eine grenzenlose Plattform bieten wollen“, erläutert Hochstrasser. Die Vorgaben waren klar: Der Fokus beim Aufbau der mobilen Website soll bei Familien mit Kindern im Alter von null bis zwölf Jahren liegen. Auch eine gezielte Distanzsuche soll die „helloplace“-App ermöglichen.

Gestartet wurde das Vorhaben mit einer Online-Umfrage im Frühjahr. „Wir wollten wissen, ob so eine Plattform überhaupt genutzt wird und durch den sensationellen Rücklauf festgestellt, dass es dieses Bedürfnis tatsächlich gibt“, erzählen Haslinger und Hochstrasser.

Da die beiden die App fürs Erste österreichweit auslegen wollen, standen sie vor der nächsten Hürde, dem fehlenden Know-how. „Deshalb haben wir Blogger eingeladen, mit uns zusammenzuarbeiten“, sagt Christoph Hochstrasser. Es gäbe – verstreut in ganz Österreich – unzählige Blogger, die Artikel und Beiträge über Freizeitgestaltung und regionale Geheimtipps schreiben. Diese seien aber nirgendwo gesammelt. Auf „helloplace“ sollen diese Tipps aus erster Hand ebenfalls eine Plattform finden.

Ab Herbst startet die App mit einer großen Crowdsourcing-Kampagne, bei der anfangs zehn Pioniere pro Bundesland ihre Beiträge bloggen werden. „Der Zugang wird vorerst deshalb beschränkt, weil wir nur zu zweit sind und eine unüberschaubare Datenflut nur schwer bewältigen können“, sagt Gregor Haslinger.

Plattform ist auch für Gemeinden interessant

In weiterer Folge soll aber jedermann die Möglichkeit haben, eine Einrichtung, ein Angebot oder aber auch eine Veranstaltung zu bewerben. „Manche Dinge haben keine eigenen Webseiten und sind deshalb auch auf Suchmaschinen nicht zu finden. ‚helloplace‘ bietet die Möglichkeit dazu“, laden Haslinger und Hochstrasser zum „Musketier-Effekt“ ein. „Bei uns heißt es einer für alle, alle für einen. Wenn ich die schönsten Plätze in meiner Umgebung herzeige, profitieren auch andere davon und umgekehrt“, sind die Web-Spezialisten überzeugt.

Jeder Basiseintrag wird für die User kostenlos sein. Anbieter sollen aber auch die Möglichkeit zur diskreten Werbung erhalten beziehungsweise ihre Homepage mit „helloplace“ verlinken können.

„Usability ist uns besonders wichtig. Jeder soll nur die Infos bekommen, die er auch brauchen kann“, stellt Christoph Hochstrasser klar. Deshalb sind auch Gemeinden und Regionen eingeladen, sich auf „helloplace“ als kinderfreundlich zu präsentieren und ihre Freizeiteinrichtungen vorzustellen. „Unser Ziel ist es, dass die Kinder mithilfe der „helloplace“-Freizeittipps leuchtende Augen bekommen“, freuen sich Gregor Haslinger und Christoph Hochstrasser über das Feedback der künftigen User.