Erstellt am 06. Januar 2016, 03:53

von Sabine Hummer

Wasser sprudelt garantiert. Notstrom für das Wassernetz / Auch bei längerem Stromausfall steht die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Haidershofen durch den Ankauf eines neuen Aggregats nun auf sicheren Beinen.

Bürgermeister Manfred Schimpl und Feuerwehrkommandant Harald Ratzberger mit dem Notstromaggregat, das bei Katastropheneinsätzen aller Art verwendet werden kann, aber primär zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung gedacht ist. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer

Künftig wird auch im Falle eines Stromausfalls frisches Trinkwasser aus den Hähnen im Ortswassernetz sprudeln. Möglich macht das ein neues Notstrom-Pumpenaggregat, das die Gemeinde Haidershofen kürzlich anschaffte.

„Zwar wird dann der Wasserdruck in manchen höher gelegenen Gemeindeteilen nicht ganz so stark sein, aber das dürfte im Notfall nicht das Problem sein“, stellt Bürgermeister Manfred Schimpl fest.

880 Kilo schwer, 19.000 Euro investiert

Das neue Aggregat ist im Feuerwehrhaus Haidershofen stationiert und wird im Ernstfall sofort an die Brunnenanlage in Hainbuch angeschlossen. Auch die Gemeindearbeiter können jederzeit ins Depot und das Gerät bedienen. „Durch das Fernwirk- und Leitsystem haben wir am Gemeindeamt die ständige Kontrolle und eine genaue Übersicht über unsere Wasserversorgungsanlage. Somit können wir schnellstmöglich reagieren“, erklärt der Bürgermeister.

Da die Hochbehälter der Wasserversorgungsanlage (WVA) immer befüllt seien, könne diese Vorlaufzeit dazu genützt werden, die WVA wieder in Gang zu bringen. Mit dem Pumpenaggregat werden die beiden Hochbehälter in Haidershofen und Dorf an der Enns mühelos befüllt. Ein kleineres Aggregat werde noch für den Hochbehälter Würzberg angekauft.

„Vor allem bei längeren Stromausfällen können wir die vollständige Wasserversorgung der Gemeindebürger garantieren. Und das ist mir ein besonderes Anliegen, denn damit haben wir im Notfall eine große Sorge weniger“, sagt Schimpl.

19.000 Euro hat die Gemeinde in den Kauf investiert. Das 880 Kilogramm schwere Gerät ist auf einem Hänger positioniert und kann mit dem Mannschaftstransportfahrzeug der Feuerwehr aber auch jedem herkömmlichen Traktor transportiert werden. Natürlich steht es der Feuerwehr auch bei anderen Katastrophen, wie zum Beispiel bei Hochwassereinsätzen, zur Verfügung.

Probelauf ist bis Ende Jänner geplant

„Die Notstromanlage wird durch einen Dieselmotor betrieben und erreicht die Maximalleistung von 36 Kilovoltampere. Das Um und Auf bei der Anschaffung war, dass es sich um ein autarkes Aggregat handelt. Somit braucht man im Notfall keine anderen Feuerwehrgeräte oder Fahrzeuge“, informiert Feuerwehrkommandant Harald Ratzberger über die Details. Mit seinen Kameraden wird er sich um die regelmäßige Wartung des Aggregats kümmern.

Damit auch die Gemeinde Behamberg, die ja einen Teil des Trinkwassers aus den Brunnen in Haidershofen bezieht, mitversorgt werden kann, bedarf es eines kleinen Aggregats im Hochbehälter Samendorf.

Ein erster Probelauf der Anlage wird im Jänner durchgeführt. Dabei wird ein Stromausfall simuliert und das Aggregat auf Herz und Nieren geprüft.