Erstellt am 03. November 2015, 04:22

von Hermann Knapp

Elisabeth-Warte: Im Frühjahr wieder offen. Gemeinde will Aussichtsturm am Plattenberg vom Alpenverein pachten und den Wanderern zugänglich machen.

Die Kaiserin-Elisabeth-Warte wurde am 23. September 1900 eröffnet und ist 19 Meter hoch. Sie bietet einen tollen Ausblick ins Alpenvorland. Im Frühjahr soll sie wieder zugänglich sein.  |  NOEN, Knapp

Seit Februar 2014 ist die Kaiserin-Elisabeth-Warte am Plattenberg geschlossen. Der Alpenverein kündigte damals den Pachtvertrag mit dem Plattenwirt (Familie Oberaigner), weil dieser kein Interesse mehr daran hatte, sich um die Warte zu kümmern und den Wanderern den Schlüssel dafür auszuhändigen. Somit blieb den Wanderern der wunderbare Ausblick über das Alpenvorland verwehrt.

Selbst konnte der Verein die Warte nicht betreiben und sie einfach offen zu halten, war aus Haftungsgründen nicht möglich gewesen. Was folgte, war ein Tauziehen zwischen dem Alpenverein und der Gemeinde Weistrach, bei dem manchmal auch die Wogen ein wenig hochgingen.

Kosten von rund 6.000 Euro 

Jetzt hat man sich aber doch geeinigt. Bürgermeister Erwin Pittersberger berichtet, dass die Gemeinde Weistrach die Warte vom Alpenverein pachten und sie den Wanderern wieder zugänglich machen will. „Sie ist mit 749 Metern der höchste Punkt unserer Gemeinde und auf vielen Prospekten zu sehen. Allein darum müssen wir sie erhalten“, sagt der Ortschef.

Zurzeit werden noch die alten Urkunden und Verträge geprüft, damit rechtlich alles seine Ordnung hat. Die Gemeinde hätte sich auch vorstellen können die Warte in ihr Eigentum zu übernehmen, da hat aber der Alpenverein abgewunken. Daher kam es zur Pachtvariante. „Die Elisabeth-Warte ist Ziel vieler Wanderer und wir wollen sie daher im Frühjahr wieder öffnen. Ein Anrainer hat sich bereit erklärt, den Schüsseldienst zu übernehmen und sich auch um die Reinigung zu kümmern, sagt Pittersberger.

Einige Investitionen muss die Gemeinde auch noch tätigen, damit die Sicherheitsauflagen erfüllt werden. Der Ortschef geht da von Kosten von rund 6.000 Euro aus. Alpenvereinsobmann Hermann Sonnleitner ist froh, dass eine Einigung mit der Gemeinde gelungen ist. „Wir selbst als Verein betreuen Hütten und Wege, aber keine Warten. Wenn die Gemeinde das künftig übernimmt, dann begrüßen wir das natürlich.“