Erstellt am 05. Januar 2016, 04:38

von Hermann Knapp

Weistracher besorgt um Nahversorger. Geplante Ansiedlung eines Hofer-Marktes in Seitenstetten ist Bedrohung für die bestehenden kleinen Geschäfte.

Wenn sich der Hofer-Markt unweit des Spar-Markts der Familie Pürmayr ansiedelt, wird es schwierig, erklärt Bürgermeister Pittersberger, denn im Ort besteht keine Erweiterungsmöglichkeit für das Geschäft und die Parkplatzsituation ist schwierig. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer
Sorgen macht sich Bürgermeister Erwin Pittersberger über die Nahversorgung in seiner Gemeinde. „Wie man hört, soll in Haag ein großer Eurospar gebaut werden und in Seitenstetten will sich ein Hofer-Markt ansiedeln. Da wird es für unseren Nahversorger sicher schwierig zu bestehen, zumal im Ort keine Erweiterungsmöglichkeit für das Geschäft besteht und die Parkplatzsituation schwierig ist“, sagt der Ortschef.

„Spar muss uns aber auch entgegenkommen“

Er könnte sich durchaus vorstellen, dass der Markt an die L85 übersiedelt, betont Pittersberger. Es habe diesbezüglich auch schon Gespräche mit Spar gegeben. „Die sagen aber einfach, wir sollen den Markt hinstellen und sie werden ihn dann schon betreiben. Aber das geht natürlich nicht.“

Pittersberger ist es natürlich ein großes Anliegen, dass die Familie Pürmayr auch künftig einen Lebensmittelhandel in Weistrach betreibt. „Wir werden alles versuchen, damit wir eine zufriedenstellende Lösung finden – wenn möglich auch im Zentrum. Die Firma Spar muss uns aber auch entgegenkommen.“

Der Bürgermeister hat allerdings auch schon Kontakt mit dem REWE-Konzern aufgenommen. „Und der wäre durchaus an einem Standort in Weistrach interessiert.“

„Weder Steine in den Weg legen noch forcieren“

Dass die Hofer-Kette Interesse an einer Ansiedlung in der Gemeinde Seitenstetten hat, bestätigt Bürgermeister Johann Spreitzer. Konkret geht es um das Areal der Gärtnerei Linhart an der Steyrerstraße (im Grenzbereich zu St. Peter in der Au).

Der Vertrag des derzeitigen Pächters läuft nächstes Jahr aus und dann will der Diskonter dort einen Markt errichten.

„Die entsprechende Widmung ist vorhanden, wird jetzt aber nochmals geprüft. Wir werden Hofer keine Steine in den Weg legen, aber die Ansiedlung des Supermarktes auch nicht forcieren“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer. Der Ortschef muss natürlich auch an die Geschäfte denken, die er bereits im Ort hat.