Erstellt am 28. April 2016, 04:44

von Desiree Haselsteiner

Willkommen Mensch: Einmal Danke sagen .... Am Freitag fand ein Willkommens- und Dankesfest für die freiwilligen Helfer und Flüchtlingsfamilien mit „Multikulti-Buffet“ und orientalischen Tänzen statt.

Die guten Seelen hinter Willkommen Mensch: (vorne v.li.) Vizebürgermeisterin Sissy Mayr, Martina und Felix Leuke-Moser und Christa Hiebl. (V.l.n.r.): Bürgermeister Hans Bachinger, Erika Hiebl, Karl Hiebl, Anna Feuerstein, Maria Kukla, Jutta Feuerstein, Johanna Waser, Maria Kammerhofer, Andrea Hammerer, Pfarrer Manfred Heiderer und Walter Hütter. Foto: Haselsteiner  |  NOEN, Haselsteiner

Vor gut einem dreiviertel Jahr hat Pfarrer Manfred Heiderer in Wallsee die Initiative Willkommen Mensch ins Leben gerufen. Prompt haben sich 20 freiwillige Helfer gemeldet, denen das Schicksal der Flüchtlinge nicht gleichgültig war. Vergangene Woche wollten die Helfer und auch die Flüchtlingsfamilien einmal Danke sagen.

Ortschef: „Man muss nur offen für Neues sein“

Bei einem gemütlichen Beisammensein resümierte Bürgermeister Karl Bachinger das bisher Geleistete: „Natürlich hatten wir anfangs Bedenken, die Regierung hat einige Fehler gemacht, aber bei uns hat nach anfänglichen Startschwierigkeiten alles besser funktioniert als gedacht. Man muss nur offen für Neues sein.“

Gemeinsam mit den zahlreichen und inzwischen gut integrierten Flüchtlingsfamilien wurde ein „Multikulti-Buffet“ für alle anwesenden Gäste gezaubert. Organisatorin Jutta Feuerstein bedankte sich für das tolle Engagement von allen und hatte auch eine Dolmetscherin, um die Sprachbarriere zu durchbrechen, mit im Gepäck.

Flüchtlingsfamilie fühlt sich schon wie zu Hause

Eines der vielen Highlights der Veranstaltung war sicherlich der folkloristische Reigentanz von einigen Flüchtlingen, die kurzerhand alle Anwesenden in den Gruppentanz integrierten.

„Uns war es wichtig, den Menschen die Angst vor der fremden Kultur zu nehmen. Es gibt zwei Wege um mit der Flüchtlingsproblematik umzugehen und wir haben, denke ich, den besten Weg gewählt. Nämlich aufgeschlossen sein und ein offenes Ohr für die zahlreichen Einzelschicksale haben“, erklärt Organisatorin Jutta Feuerstein.

Eine irakisch-kurdische Flüchtlingsfamilie fühlt sich in Wallsee fast schon wie zuhause. Leider verloren sie auf der Flucht ein geliebtes Familienmitglied und hoffen jeden Tag auf eine Zusammenführung. Gemeinderat Karl Hiebl beeindrucken besonders die Kinder: „Sie strahlen eine solche Freude und Lebensmut aus, da geht einem das Herz auf“.

Künftig möchte Pfarrer Heiderer noch mehr Helfer akquirieren: „Jeder ist herzlich willkommen, uns zu unterstützen, wir freuen uns über jede helfende Hand.“