Erstellt am 24. November 2015, 02:23

von Sabine Hummer

Zweite Flüchtlingsfamilie kommt nach Behamberg. Ab Donnerstag wird eine Flüchtlingsfamilie das Leitnerhäusl beziehen, das von ehrenamtlichen Helfern saniert wurde.

Mit vereinten Kräften arbeiten die Mitglieder der Initiative „Willkommen Mensch in Behamberg“ an der Sanierung des „Leitnerhäusls“ am Wachtberg. Bereits am Donnerstag soll eine Flüchtlingsfamilie hier einziehen. Foto: privat  |  NOEN, privat

Bereits am Donnerstagabend soll eine zweite Kriegsflüchtlingsfamilie in Behamberg aufgenommen werden.

„Die mehrköpfige Familie wartet schon auf uns. Wir müssen nur noch ihrem künftigen Zuhause den letzten Schliff verpassen“, sagt Bürgermeister Karl Josef Stegh, neben Koordinator Erwin Wiesner der Ansprechpartner der Initiative „Willkommen Mensch in Behamberg“.

Nach Sanierung steht „Leitnerhäusl“ bereit

Das sogenannte „Leitnerhäusl“ am Wachtberg ist als Unterkunft für die Asylwerber vorgesehen. Dieses wurde in den letzten Wochen von rund 25 ehrenamtlichen Helfern mit Unterstützung der örtlichen Firmen saniert und mit vielen Sachspenden aus der Bevölkerung eingerichtet. Auch die junge syrische Familie, die seit wenigen Wochen in Behamberg wohnt, hat eifrig mitgeholfen.

„Alle Böden wurden erneuert, die Wände gemalt und auch die Heizung wurde adaptiert. Die geleisteten Arbeitsstunden waren nicht zu zählen, zumal bis Donnerstag noch einiges zu tun ist. Wir sind aber sicher, dass bis zur Ankunft der Familie alles bereit stehen wird“, ist Stegh guter Dinge.

Seit etwa fünfzehn Jahren befindet sich das sogenannte „Leitnerhäusl“ am Wachtberg in Gemeindebesitz. „Das hoch verschuldete Haus wurde damals quasi als Sozialhilfemaßnahme angekauft, um der Bewohnerin zu ermöglichen, dort ihren Lebensabend zu verbringen. Vor eineinhalb Jahren ist die Frau verstorben, seitdem stand das Haus leer“, erklärt der Bürgermeister die Hintergründe.

Bewohnbar ist derzeit nur eine 85-Quadratmeter-Wohnung im Erdgeschoß, da das Obergeschoß nicht beheizbar ist. Durch das große Engagement der Initiative und die vielen Spenden seien die Sanierungskosten großteils abgedeckt. Die Gemeinde habe nur einen Minimalbeitrag zu leisten.

25 ehrenamtliche Helfer halfen bei Sanierung

Wie es bei der ersten Flüchtlingsfamilie schon bestens funktionierte, werden auch die Neuankömmlinge durch ein Patensystem betreut. „Durch aktives Handeln zielen wir auf die Aufnahme von Familien mit Kindern. Dabei sind uns integrative Maßnahmen ein besonderes Anliegen. Darunter verstehen wir Spracherlernung, Mitarbeit in unserer Gesellschaft, Akzeptanz bei uns gelebter Normen, aber auch persönlich Verbindendes aus gemeinsamen Aktivitäten“, sagt Koordinator Erwin Wiesner. „Diesen Prozess wollen wir mit einer Behamberger Patenfamilie, die erster Ansprechpartner für die Flüchtlingsfamilie ist, unterstützen.“

Die Unterbringung in kleineren Einheiten erleichtere auch die Integration. „Derzeit suchen wir dringend noch weitere Wohnmöglichkeiten“, bittet Wiesner im Namen von „Willkommen Mensch in Behamberg“ um weitere Unterstützung.


Spenden & Kontakt

  • Sachspenden: Kontakt Christl Posch, Tel: 0664/ 3841410, E-Mail: pposch@aon.at

  • Spendenkonto: „Willkommen Mensch Behamberg“, IBAN AT41 3227 8001 0020 0410

  • Ansprechpersonen für Anliegen aller Art: Bürgermeister Karl Josef Stegh, 07252/3100016, E-Mail: buergermeister@behamberg.gv.at. Erwin Wiesner, 0650/7475920, E-Mail: erwin.wiesner@aon.at