Herzogenburg

Erstellt am 12. Juli 2016, 05:59

von Hans Kopitz

Mitarbeiter in den Startlöchern. Das jüngste Treffen stand im Zeichen der Registrierkassa: Fast alles wird boniert.

An den beiden letzten Ferienwochenenden werden auch heuer wieder tausende Kinder zu den NÖ Kindersommerspielen kommen, auf die viele Spiele, Wettkämpfe, Rallyes, Puppenspiele und ein Zirkus warten  |  NOEN

Es sind zwar noch einige Wochen Zeit bis zu den NÖ Kindersommerspielen, die traditionell wieder an den beiden letzten Ferienwochenenden - übrigens heuer zum 45. Mal - über die Bühne gehen, auch das Programm steht, aber die Vorarbeiten sind in vollem Gange.

Am vergangenen Mittwoch trafen einander rund 40 Haupthelfer im Augustinussaal des Stiftes, wo noch Termine festgelegt, das neue Programm und die Abendveranstaltungen besprochen sowie die Büroöffnungen fixiert wurden. Roswitha Zederbauer und Andrea Tabery sind mit ihrer Crew im Festbüro im Turm beim Stiftsnordtor bereits jeden Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr und ab 12. August täglich ab 16 Uhr anwesend, werden Termine koordinieren, Mitarbeiterfragen beantworten und anfallende Büroarbeiten, die wahrlich nicht zu knapp sind, erledigen.

Ein Großteil des Abends ging für die Vorstellung der neuen Registrierkassen auf, denn auch diese Einführung geht heuer an den Kindersommerspielen nicht spurlos vorüber.

Nur am Saftstand gibt es keine Registrierkassa

Während bis jetzt nur die Einnahmen der Eintrittskassen sowie für den Essens- und Getränkestand boniert wurden und man beim Kaffee-, Waffel-, Palatschinken- und Lebkuchenstand bar bezahlte, muss jetzt alles registriert und boniert werden, um den Finanzminister zufriedenzustellen. Nur der Saftstand, dessen Einnahmen jedes Jahr einer anderen gemeinnützigen Organisation zufließen - heuer sind es die Lerncafés der Caritas -, kommt ohne Kassa aus. „Wir haben für unsere zehn Kassen, die wir brauchen werden, dutzende Angebote eingeholt und haben uns dann für einen heimischen Anbieter entschieden, der auch lokal verfügbar ist. Für uns ist das wichtig, denn was machen wir, wenn eine davon ausfällt oder wenn es Bedienungsschwierigkeiten gibt? Wir können den Betrieb dann nicht einfach anhalten“, so Nökiss-Leiter Andreas Kickinger.

Motto: „Klangfarben - Farbenklang“

Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto, an dem sich das Programm des sechstägigen Fests orientiert. Heuer lautet es „Klangfarben - Farbenklang“ und findet sowohl in den zahlreichen Werkstätten ihren Niederschlag, die täglich von 10 bis 16 Uhr am Kirchenplatz, am Stadlvorplatz, im Kreativdorf, am Gang zum Augustinussal, im Kapitelgarten oder am Kirchenplatz über die Bühne gehen als auch in den Theater- und Puppenspielen auf der Festbühne und im Theatersaal und bei den Arena-Großruppenspielen, an denen man sich täglich ab 17 Uhr beteiligen kann.

Sehr erfreulich ist, dass neben vielen auswärtigen Künstlern auch solche aus Herzogenburg mitmachen - wie zum Beispiel Christine Huber und Burgi Schaupp, die Malen nach Musik anbieten, Renate Minarz, die in ihrer Schupfengalerie Farben durch die Lüfte klingen lässt, sowie Jascha Süss und Tobias Singer, die zu einer Fotowerkstatt einladen.

Auch Propst Maximilian Fürnsinn, der jedes Jahr sein Stift für das größte Kinderkulturfestival des Landes zur Verfügung stellt, begeistert das heurige Programm: „Es passt gut in unser schönes Kloster. Als dieses Stift vor 900 Jahren erbaut wurde, haben die besten Künstler und Baumeister daran gearbeitet. Sie haben eine bunte Welt von Bildern, Statuen, schönen Räumen und kostbaren Messkleider geschaffen. Und täglich, aber besonders an den Festtagen, durchzieht dieses Kloster eine Klangwolke aus Liedern, Chören, Glocken sowie einer großen Orgel und zwei kleinen Orgeln. Aber es gibt auch den Klang der Stille - beim Beten, Meditieren und Nachdenken über Gott und unser Leben.“