Erstellt am 17. November 2015, 04:38

von Josef Altkind

„Alle rechtlichen Schritte“. Kampfansage / Nachbargemeinde Sitzenberg-Reidling möchte Traismauers Windkraft-Projekt unbedingt zu Fall bringen. Eine Expertenrunde im Pfarrhof stand Bürgern Rede und Antwort.

Debatte im Pfarrheim: Christoph Weber, Franz Angerer und Jürgen Schneider (von links), im Bild mit Moderator Christoph Resch vom Katholischen Bildungswerk, das zu der Veranstaltung eingeladen hatte.  |  NOEN, Josef Altkind

„Windräder auf dem Seelackenberg“ titelte eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerkes unter Josef Resch, die im Pfarrstadel stattfand. VP-Bürgermeister Christoph Weber, Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt Wien und Franz Angerer von der NÖ Landesregierung, Abteilung Energiewirtschaft, standen den vielen interessierten Bürgern Rede und Antwort.

Vor der Diskussionsrunde erläuterte Angerer die Bedeutung der Windkraft, der Stromerzeugung- und -wirtschaft sowie die Genehmigungsverfahren für die Errichtung solcher Windräder. Schneider wies auf die Dringlichkeit einer Energiewende hin und beleuchtete die Voraussetzungen für eine elektrizitätsrechtliche Genehmigung. Demnach dürften das Leben, die Gesundheit oder das Eigentum oder sonstige dingliche Rechte der Nachbarn nicht gefährdet werden.

"Verschandelung der Region verhindern!"

Auch ist es nicht zulässig, Nachbarn durch Lärm, Geruch, Staub, Abgase, Erschütterungen und Schwingungen oder Schattenwurf unzumutbar zu belästigen.

Anschließend wurden viele Fragen, bezüglich der im Gemeindegebiet Traismauer an der Grenze zu Sitzenberg-Reidling geplanten Windräder an die beiden gestellt; etwa im Zusammenhang mit dem Abstand zu bewohnten Gebieten, der Abholzung von rund 10.000 Quadratmetern Wald und auch die Zufahrt mit den 60 Meter langen Rotorblättern, die noch nicht geklärt ist.

Die Kampfansage von Bürgermeister Christoph Weber: „Die Gemeinde wird alle erdenklich rechtlichen Schritte einleiten, um eine Verschandelung der Region zu verhindern!“

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