Erstellt am 12. Oktober 2015, 09:18

von Daniel Lohninger

Alternativbank startet in St. Pölten. 2016 will erste Ethikbank Österreichs starten – mit Geldausgabe-Partnern in der Stadt.

Robert Moser  |  NOEN, Peter M Mayr
Eine Bank, die nicht gewinnorientiert ist und ausschließlich den Menschen dient. Das ist der Anspruch, mit dem ein Team rund um Genossenschaftsvorstand Robert Moser im nächsten Jahr die erste ethische Alternativbank Österreichs gründen wird.

Als erste Landeshauptstadt haben die Bankgründer, die mittlerweile bereits 1,5 Millionen Euro an Startkapital und 1.500 Genossenschafter beisammen haben, diese Woche St. Pölten im Visier. Hier wird am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr das Konzept im AMS präsentiert.

Maximierung des Gemeinwohls statt Gewinns

„Die Bank stellt nicht Maximierung von Gewinn, sondern die Maximierung des gesellschaftlichen Gemeinwohls in den Fokus ihrer Tätigkeit“, erklärt NÖ-Koordinator Martin Stifter den Unterschied zu etablierten Banken. Spekulation und Finanzprodukte gehören ebenso wenig zum Konzept wie hohe Managergehälter. Und anstelle von Aktien, Swaps und komplexen Finanzprodukten, gibt es nur die Basics des Bankwesens – also Sparen, Kredite und Zahlungsverkehr. Geld kriegt nur, wer einen hohen Gemeinwohl-Faktor nachweisen kann.

In St. Pölten hoffen Stifter und Moser, dass die Suche nach Investoren – Genossenschafter müssen mindestens 200 Euro aufbringen – ähnlich erfolgreich wie in Wien läuft. Filiale wird es in St. Pölten keine geben, sehr wohl aber Bank-Partner – ähnlich den Post-Partnern – für die Bargeld-Ausgabe. Der Rest der Bankgeschäfte wird online abgewickelt.

x  |  NOEN, Bank für Gemeinwohl