Erstellt am 19. März 2016, 11:54

von Hans Kopitz

Am absoluten Tiefststand. Die Zahl der Kinder, die zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen, nimmt kontinuierlich ab. Heuer bereiten sich 21 Volksschüler vor. Sie sind mit Feuereifer dabei.

Beim Basteln der Osterkerzen: Marlene Kieninger, Johanna Berger, Katja Posch, Tobias Kieninger, Jan Giller, Tischmutter Claudia Giller, Nicolas Denk, Dareios Artner und Beatrix Artner (vorne) sowie die Tischmütter Monika Berger und Birgit Posch, David Prochazka, Pfarrer Mauritius Lenz und Elija Pock (hinten, jeweils von links). Krank und daher nicht im Bild waren Alexandra Denk, Kevin Hiegesberger und Marcel Koppensteiner.  |  NOEN, Hans Kopitz

Am Sonntag, 1. Mai, findet auch heuer wieder die Erstkommunion statt. Doch die Anzahl der Kinder, die heuer zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen, ist heuer auf einem absoluten Tiefstand. Nur 21 Kinder werden in Herzogenburg die Heilige Kommunion empfangen dürfen.

Die Gesamtzahl der Kinder in der Stadt ist nicht unbedingt gesunken. Doch es gibt mittlerweile viele Kinder aus andersgläubigen Familien. Die Kinder, die zur Erstkommunion gehen, werden immer weniger.

Versöhnungsfest mit einer Jause

Altpropst Clemens Moritz hat es schon seinerzeit genau aufgezeichnet. Im Jahr 1971 waren es 104 Kinder. Ein Jahr später, als Maximilian Fürnsinn und Wolfgang Payrich zu Priestern geweiht wurden, verzeichnete man immerhin noch 94. Doch zuletzt ist die Zahl kontinuierlich gesunken.

Trotz der geringen Anzahl sind die 21 Kinder, aufgeteilt in drei Gruppen, mit Feuereifer dabei. So haben sie schon gemeinsam die Osterkerzen gebastelt. Diese wurde im Anschluss an die Bußfeier gestaltet, während die Kinder auf ihre Erstbeichte gewartet haben, danach gab es das Versöhnungsfest mit einer Jause. In der Pfarre wurde die Vorbereitung auf die Erstkommunion schon immer ernst genommen, denn sie hat die verantwortungsvolle Aufgabe, die Kinder auf diesem Weg zu begleiten.

So wie in vielen anderen Gemeinden auch werden die Kinder hier für ein paar Monate im Frühling in kleinen Gruppen zusammengefasst, die von Frauen - meist von den Müttern der Erstkommunionkinder - geleitet werden. Ziel dabei ist es: Die Kinder sollen ein echtes Gruppen- und Gemeinschaftserlebnis haben und den Wert des Miteinanderlebens für das eigene Leben sehen. Außerdem soll Gemeinschaft der Getauften, das Leben der Pfarrgemeinde mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern verschiedener Dienste „aus der Nähe“ erlebt werden können.

Sie sollen auch mit religiösen Bräuchen, Riten und wichtigen Symbolen vertraut werden. Hier kann Gemeinschaft erlebt werden und es hilft den Kindern, in die Pfarrgemeinde hineinzuwachsen. Ein Pfeiler in der Vorbereitung auf die Erstkommunion ist auch die Mitarbeit der Eltern.