Erstellt am 27. Oktober 2015, 11:43

von Hans Kopitz

Anpassung an Folgen des Klimawandels. Infoveranstaltung im Stift widmete sich der Frage: "Was kann meine Gemeinde tun, um den Energieverbrauch zu senken?"

Auch die „Klimapilger“, die vom 17. Oktober bis 8. November von Wien nach Salzburg marschieren, um auf die Weltklimakonferenz in Paris hinzuweisen (die NÖN berichtete) besuchten die Bürgerveranstaltung.  |  NOEN, Hans Kopitz

Obwohl die Folgen des Klimawandels bereits deutlich spürbar sind, war das Interesse an der Bürgerveranstaltung „Lokale Energiewende und gelebter Klimaschutz in Klima- und Energiemodellregionen“ im Augustinussaal des Stiftes eher mäßig und die Besucheranzahl durchaus überschaubar.

In Wissenschaftskreisen wird an einem menschenverursachten Klimawandel nicht mehr gezweifelt. Aktuelle Studien zeigen, dass selbst durch einen vollständigen Stopp des Ausstoßes von Treibhausgasen eine weitere Temperaturerhöhung unvermeidbar ist. Nun können nur noch die notwendigen Schritte zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels gesetzt werden.

Propst Maximilian Fürnsinn wies bei dem Vortrag unter anderem darauf hin, dass sich auch Papst Franziskus in seiner zweiten Enzyklika „Laudato si“ mit dem „Umwelt- und Klimaschutz“ beschäftigt und ein Zeichen im Hinblick auf die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen setzt. Seine Enzyklika wurde vielfach als Aufruf zu einem weltweiten Umdenken bezeichnet– das müsse auch hier geschehen.

Unteres Traisental ist eine Modellregion

Ein guter Anfang dafür ist etwa das, bei dem Vortag vorgestellte, Programm „Klima- und Energie-Modellregionen“: Dabei sollen Gemeinden auf dem Weg zur Energieautarkie unterstützt werden. Durch die Forcierung der optimalen Nutzung natürlicher Ressourcen sowie die Ausschöpfung von Energieeinsparungspotenzialen und die Bewusstseinsbildung und gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll nachhaltiges Wirtschaften gefördert werden.

Es gibt bereits 104 Klima- und Energiemodellregionen mit insgesamt 1.070 Gemeinden - darunter auch die Region „Unteres Traisental“ mit den vier Gemeinden: Herzogenburg, Inzersdorf-Getzersdorf, Nußdorf und Traismauer.

Bürgermeister Franz Zwicker betonte, dass sich Herzogenburg stark für den Klimaschutz engagiert: „Die Radwege werden nach und nach erweitert, es gibt vier große Photovoltaikanlagen, Förderungen für die Verwendung alternativer Energieformen und auch die Öfen bei der Firma Georg Fischer wurden bereits umgestellt.“