Herzogenburg

Erstellt am 19. April 2017, 05:00

von Hans Kopitz

Clever-Hotel wird um Gastrolokal erweitert. Siegfried Schicklgruber ringt noch um Zufahrtsstraße, dann wird er 3,5 Millionen Euro investieren. Ziel ist die 3-Sterne-Kategorie.

Siegfried Schicklgruber zeigt hier den Plan des Gastrobetriebes, das eine große Schank und eine „Zirbenstube“ beinhalten soll. Die Zutaten für Speisen sollen von regionalen Betrieben geliefert werden, gekocht wird vor Ort. Und das von montags bis freitags. „Man bekommt leichter gutes Personal, wenn dieses zum Wochenende frei hat“, so der Hotelchef.  |  NOEN, Hans Kopitz

„Eigentlich müsste man ihn ja zum Manager des Jahres wählen, denn was er sich vornimmt, gelingt ihm auch“: Diese Worte ließ Bürgermeister Franz Zwicker kürzlich bei einer Sitzung fallen. Und es stimmt, Siegfried Schicklgruber ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer eines Saatgutgroßhandels, er ist auch seit dem Jahr 2010 Manager des Clever-Hotels, das im Vorjahr zu seinen 49 Zimmern 17 neue dazubekommen hat.

Auch ein barrierefreies Premiumzimmer hat das Hotel seitdem im Angebot. „Wir sind ein Low-Budget-Hotel, bei uns kann man auch mit einer kleineren Brieftasche gut übernachten und frühstücken“, so der Hotelchef. Seit dem Zubau gibt es auch eine Tankstelle für Elektroautos vor dem Haus, die von den Hotelgästen gratis genutzt werden kann.

Zubau Richtung Norden in Planung

Und nun soll ein weiterer Zubau Richtung Norden erfolgen - aber der hängt noch etwas in der Luft, denn zu diesem Bau sind nicht nur Parkplätze und mehrere Elektro-Tankstellen, sondern es ist auch ein Gastronomie-Bereich geplant und dazu eine eigene Zufahrt von der Straße her. Und gegen diese Zufahrt legt sich derzeit noch das zuständige Ressort des Landes NÖ quer, denn laut dessen Begründung liegt diese Zufahrt zu nahe an der Hotelstraße im Süden.

„Wir haben zwar in Herzogenburg eine gute Gastronomie mit einem zufriedenstellenden Preis/Leistungs-Verhältnis, aber es ist oft so, dass Gäste besonders abends etwas essen wollen, ohne wegfahren zu müssen. Außerdem müssen Busfahrer, wenn sie Gäste herbringen, die gesetzliche Ruhezeit einhalten. Und wenn sie dann abends länger unterwegs sind, weil eben die Leute noch irgendwo essen wollen, können sie dann morgens erst später starten“, so Schicklgruber. Er betont, dass die Zufahrt natürlich auch Gasthausgäste von der Straße her einladen soll, denn von den Hotelgästen alleine könne dieses Lokal nicht gewinnbringend arbeiten.

„Mehr Service zum gleichen Preis“

„Für das Lokal habe ich auch schon einen Geschäftspartner, der ist gelernter Koch. Wir wollen hier 3,5 Millionen Euro investieren, sieben Vollzeit-Arbeitsplätze schaffen und noch zehn für das Hotel. Außerdem wird die Rezeption an allen sieben Tagen der Woche von sechs bis 22 Uhr besetzt sein. Wir streben die 3-Sterne-Kategorisierung an, bieten mehr Service zum gleichen Preis - und das geht eben nur, wenn wir größer werden“, so der Hotelchef.

Er ist sich auch schon mit dem Betreiber des Pubs „Lowlander“ südlich vom Hotel, Manfred Schauer, einig, der in seinem Lokal Burger und Pizzen anbietet, die es im Gastrobetrieb des Hotels nicht geben wird.