Erstellt am 07. Januar 2016, 13:38

von Hans Kopitz

Befragung vor Sanierung. Gemeinderat / Mandatare möchten die gemeindeeigenen Gebäude in der Traismauer Straße renovieren lassen. Zuvor wird jetzt allerdings die Meinung der betroffenen Mieter angehört.

Für die beiden gemeindeeigenen Wohngebäude an der Traismauer Straße steht eine Sanierung an. Zunächst werden dazu die Mieter befragt.  |  NOEN

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates herrschte Einigkeit über den Abschluss von Baurechtsvertägen mit der Wohnungs-und Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen, die schon die Wohnungen in der alten Post in der Kirchengasse und in Ossarn, östlich der Knabb-Tankstelle, errichtet hat. Sie soll nun die beiden gemeindeeigenen Wohngebäude an der Traismauer Straße sanieren.

Hier gab es Einwände von Stadtrat Martin Hinteregger (FP): „Ich finde es zwar sehr positiv, dass renoviert wird, aber hoffentlich ist kein Haken dabei.“

Gemeinderat Hermann Feiwickl („Blüh“), der meinte, dass man die Mieter vorher informieren sollte, da ja durch die Renovierung auch die Miete dann steigen werde. SP-Bürgermeister Franz Zwicker warf ein, dass vorher eine Mieterversammlung gemacht werde - und wenn alle Mieter dagegen seien, werde eben nicht renoviert wird: „Bei den Renovierungsarbeiten in der Rennergasse hat es keine Probleme gegeben und es waren alle zufrieden, als die Renovierung der Siedlungsgenossenschaft übergeben wurde.“

„Es haben sich einige Mieter beschwert“

FP-Stadtrat Wolfgang Schatzl, in dessen Ressort die Gemeindewohnungen fallen und der am Tag der Gemeinderatssitzung aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt war, äußerte sich am nächsten Tag zu diesem Punkt: „Bei mir haben sich einige Mieter im Haus beschwert, die sich eine andere Wohnung suchen wollten, wenn nicht endlich renoviert werden würde. Ich bin mit ihnen zu Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer gegangen, wo sie dann über die bevorstehende Renovierung informiert wurden.“

Inzwischenhaben auch die Mieter bereits die Verständigung von der Stadtgemeinde erhalten, wo vermerkt ist, dass aufgrund des Alters und der Bausubstanz der beiden Häuser und im Hinblick auf den möglichen Anschluss an die Nahwärmeversorgung im Zuge der Leitungsverlegung zu den neuen Wohnbauten in der Traismauer Straße, die Sanierungsarbeiten, vor allem im thermischen Bereich, im Jahr 2016 starten. Im ersten Schritt werden in Zusammenarbeit mit dem Bauamt durch Fachleute der Siedlungsgenossenschaft schon im Jänner der Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten erhoben und eine Kostenschätzung erstellt. Über weitere Details sowie Umfang und Ablauf werden die Mieter ausführlich informiert.

Jede Firma erhält ihre Lichtpunkte

Einstimmigkeit gab es dann auch bei den übrigen Punkten:

Der „Garten der Generationen“ an der Rottersdorfer Straße plant eine Bauflächenerweiterung und muss nun 288 Quadratmeter in das öffentliche Gut abtreten.

Die Instandhaltung und die Reinigung der öffentlichen Beleuchtung, für die bis jetzt die Herzogenburger Elektrobetriebe abwechselnd (jedes Jahr ein anderer Elektriker) zuständig war, wird jetzt zur Gänze auf die Herzogenburger Elektrofirmen aufgeteilt. Elektro Lechner erhält 654, Elektro König 515 und die Firma Janda 581 Lichtpunkte, für die sie nun zuständig sind. Die LED-Lampen werden von der Gemeinde beigestellt.

Für die Hagelabwehr wird die Stadtgemeinde einmalig 3.500 Euro für einen neuen Hagelflieger (derzeit sind drei Hagelflieger im Einsatz) beisteuern.

Neuigkeiten gab es im Bereich des Städtischen Bauhofs. Da ja der Standplatz am Auring abgesiedelt werden muss - dort wird heuer Lidl-Filiale errichtet - gibt es in einigen Jahren auch ein Aus für den in der Kremser Straße.

Als Ersatz für beide Standorte soll es dann einen neuen Platz beim Altstoff-Sammelzentrum in Unter-Winden geben.