Erstellt am 09. Dezember 2015, 04:38

von Jutta Streimelweger

Beschwerde: „FP in der Schule schlecht gemacht“. Vater einer Gymnasiastin regt sich auf: „Die Lehrer müssen neutral bleiben.“

NOEN, Vogelauer/Archiv

Für Herzogenburgs FP-Stadtrat Martin Hinteregger gingen die Politikgespräche im Unterricht am Gymnasium Josefstraße in St. Pölten zu weit: „Ich habe kein Problem damit, wenn ein Lehrer die FP nicht mag, aber im Unterricht muss ein Lehrer neutral sein.“

Nicht an Schule gewandt: „Bringt doch nichts“

So sei den Schülern nahegelegt worden die Partei nicht zu wählen, denn diese agiere ausländerfeindlich und habe Ähnlichkeiten mit dem Nationalsozialismus.

Hinteregger wisse von seiner Tochter, die selbst Schülerin am Gymnasium ist, dass sie sich durch das ständige Schlechtreden im Unterricht persönlich angegriffen fühle: „Es ist unangenehm. Sie hört da quasi, dass ihr Vater ein Nazi ist. Das ist nicht in Ordnung, eine Partei sollte in der Schule nicht schlecht gemacht werden.“ Bei der Schule hat sich der besorgte Vater nicht beschwert: „Das bringt doch nichts.“

Auf NÖN-Anfrage kommentierte Direktorin Silvia Klimek die Vorwürfe knapp: „Ich habe mit den betroffenen Lehrkräften Rücksprache gehalten. Die an mich herangetragenen Vorwürfe entbehren jeder Grundlage.“ Weiters bittet Klimek um Verständnis, dass sie keine weiteren Details besprechen könne.