Erstellt am 07. Februar 2018, 17:53

von Claudia Stöcklöcker

Geldregen blieb bei Immobilien-Investments aus. 25-Jähriger soll für lukrative Immobilien-Investments in der Türkei 44.000 Euro herausgelockt haben. Vor Gericht gesteht er nicht.

Symbolbild  |  Eder/Shutterstock.com

„Vertraue mir, ich werde dein Geld vervielfachen.“ Das soll ein türkischstämmiger Traismaurer (25) einem 24-Jährigen aus St. Pölten versprochen und ihm 44.000 Euro für gewinnbringende Immobilien-Investments in der Türkei herausgelockt haben. Die scheinbar zuverlässige Kapitalanlage erwies sich aber als Flop und der vorbestrafte 25-Jährige sitzt wegen schweren Betrugs vorm Richter.

Geständig zu dieser Anschuldigung ist der Römerstädter im Prozess am Landesgericht St. Pölten nicht. Nur einen weiteren Vorwurf der Staatsanwaltschaft, sich von dem St. Pöltner 4.600 Euro ausgeborgt und das nicht zurückbezahlt zu haben, gibt er zu. „Da habe ich Geld für den Führerschein gebraucht“, erklärt er im Prozess.

Angeklagter versprach Verfünffachung von Geld

Weil Angeklagter und Opfer einander seit ihrer Kindheit kennen, habe der 24-Jährige lange nicht daran gedacht, einem Schwindel aufgesessen zu sein. „Weil er kein Geld gehabt hat, habe ich ihm davor schon immer wieder welches geborgt. Dann hat er mir von lukrativen Produkten erzählt, von Verfünffachung meines Geldes. Da habe ich natürlich zugeschlagen. Ich habe mir sogar einen Kredit aufgenommen. Dass er nur eine Nummer abzieht, habe ich nicht geglaubt“, berichtet der St. Pöltner. Misstrauisch geworden sei er erst, „nachdem ich gehört hatte, dass der Angeklagte jeden Tag im Bordell gewesen sein soll, in Casinos und er sich teure Markenkleidung gekauft hat.“

Und er sagt weiters: „Ich habe mein Geld dann fällig gestellt. Er hat mich vertröstet, gesagt, dass mein Geld arbeite und ich Geduld haben sollte. Da habe ich Anzeige erstattet.“

Ob der Angeklagte spielsüchtig ist? „Das habe ich hinter mir, ich hab’ eine Gruppentherapie gemacht.“

Der Richter vertagt. Bevor er ein Urteil fällt, möchte er weitere Zeugen befragen.