Erstellt am 19. Mai 2016, 05:54

von Alex Erber

Campus 33: Noch Potenzial vorhanden. Fünf Jahre nach Eröffnung des Gewerbeparks blickt damaliger Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner zurück und nach vor: „Wir müssen den wirtschaftsfreundlichen Kurs erhalten.“

Ein Luftbild des Campus 33: Heute sind bereits alle Grundstücke vermarktet und entwickelt. Der konsequente und rasche Ausbau brachte weitere Arbeitsplätze und weitere Einnahmen aus der Kommunalsteuer.  |  NOEN, www.google.at/maps
Nunmehr vor fünf Jahren, konkret am 11. Mai 2011, ist der Gewerbepark Campus 33 eröffnet worden. „Waren noch zu Jahresbeginn 2010 nicht einmal alle Grundstücke des späteren Campus 33 in Gemeindebesitz, konnten wir für dieses Gewerbegebiet dank der guten Zusammenarbeit mit dem damals zuständigen Baustadtrat und Vizebürgermeister Karl Koll und auch der Unterstützung des Landes NÖ im Sommer 2010 den Spatenstich durchführen“, erinnert sich der damals zuständige Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner (Bürgerliste MIT) im NÖN-Gespräch.

Der Stadtgemeinde Traismauer war damals parteiübergreifend klar: Man muss Unternehmen optimale Startmöglichkeiten bieten, denn wo Unternehmen sind, sind auch Arbeitsplätze, hohe Kaufkraft und hohe Lebensqualität. Das war auch der Grund, warum damals gemeinsam mit der Entwicklung des Campus 33 auch großzügige Wirtschaftsförderungsrichtlinien beschlossen wurden.

„Erstes Gespräch oft entscheidend“

Schon wenige Monate nach der Eröffnung waren alle Grundstücke am heutigen Fiali-Ring, also am Bauteil A des Campus 33 mit rund 60.000 Quadratmetern Betriebsgebiet, verwertet beziehungsweise im Besitz von ansiedlungswilligen Unternehmen.

„Besonders positiv war damals die unbürokratische Vorgangsweise bei der Vermarktung, da die Interessenten direkt mit den politisch Verantwortlichen reden konnten. So entschied oft bereits das erste Gespräch über die spätere Betriebsansiedlung“, so Leitner.

Kommunalsteuer: 750.000 Euro

Die positiven Effekte der damals erfolgten Betriebsansiedlungen am Campus 33 zeigen sich heute im Gemeindebudget: So tragen die Campus-Betriebe rund 15 Prozent der Kommunalsteuereinnahmen bei. Betrugen die Einnahmen aus der Kommunalsteuer im Jahr 2010, also vor der Eröffnung des Campus 33, noch unter 650.000 Euro, waren es 2013 682.000 Euro. In 2015 betrugen diese Einnahmen bereits über 750.000 Euro, für das Voranschlagsjahr 2016 erwartet die Stadtgemeinde über 780.000 Euro an Einnahmen aus der Kommunalsteuer, obwohl dabei etwaige positive Entwicklungen durch die angekündigte Ansiedlung der Firma Forstinger im Jahr 2016 noch gar nicht berücksichtigt sind.

Und auch ein weiterer Traismaurer Leitbetrieb trägt zu diesem Wachstum bei: Alleine bei der Bekum-Maschinenfabrik stieg die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen Monaten von rund 70 im Jahr 2010 auf nunmehr bereits 115. „Das alles sind die Ergebnisse eines besonders wirtschaftsfreundlichen Kurses unserer Stadtgemeinde seit 2010, den es auch in den nächsten Jahren zu erhalten gilt!“, so Leitner.

Einige Sorgen bereitet dem ehemaligen Wirtschaftsstadtrat die schleppende Entwicklung des Bauteils B des Campus 33 beim Gelände der GLS: „Hier haben wir ja noch weitere 60.000 Quadratmeter Betriebsgebiet.“ Grundsätzlich seien die Voraussetzungen hervorragend: „Durch die Lage an der S 33 in unmittelbarer Nähe zur Donaubrücke und der Autobahn-Abfahrt Traismauer-Nord ist der Campus 33 für die gesamte Ostregion verkehrstechnisch perfekt erschlossen.“