Erstellt am 28. Februar 2016, 10:59

Chorherr Quirinus ist ab sofort Diakon. Gebürtiger Deutscher trat vor zehn Jahren in Herzogenburger Ordensgemeinschaft ein. Noch heuer soll seine Priesterweihe erfolgen.

Ein großer Moment für Quirinus Greiwe: Weihbischof Anton Leichtfried nahm die Weihe zum Diakon vor.  |  NOEN, Wolfgang Zarl

Weihbischof Anton Leichtfried hat den Herzogenburger Augustiner-Chorherren Quirinus Greiwe in der Pfarrkirche von Krems-St. Paul zum Diakon geweiht. In Krems deswegen, weil er dort sein Pastoraljahr absolviert. Noch für heuer ist auch seine Priesterweihe geplant.

Ein Diakon erinnere daran, was im Leben zählt, so Weihbischof Leichtfried: die Hilfe für die Armen und die Verkündigung des Evangeliums. Sie stünden mit Wort und Tat anderen bei. Für Christen sei das Dienen im Mittelpunkt, nicht das Herrschen. Diakone würden auch auf das verweisen, was Gutes in den Pfarren geschehe und oft ausgeblendet werde. Es werde so viel Wunderbares in den Pfarren getan, was in Stille passiere und wo keine Fotos gemacht werden: etwa die Krankenbesuche. Auch Jesu Lebensmitte sei das Dienen gewesen, er sei „der erste und beste Diakon“ gewesen. Diakone sollten Anlaufstellen für Fürbitten und Nöte sein und Kräfte für Hilfe sammeln, daraus leite sich aber keine Forderung ab, perfekt zu sein. Diakone stünden aber speziell in der Lebensspur Jesu.

Dank galt Angehörigen und den Begleitern 

Quirinus Greiwe dankte den vielen Freunden und Angehörigen für ihr Mitfeiern und ihr Begleiten.

Die Pfarre Krems-St. Paul habe ihn intensiv bei den Vorbereitungen unterstützt. Geistliche Begleiter waren im Vorfeld der Seitenstettner Altabt Berthold Heigl sowie Weihbischof Leichtfried. Weiters dankte er dem Stift Herzogenburg und Propst Maximilian Fürnsinn für die Unterstützung.

Der 47-jährige Augustiner-Chorherr trat vor zehn Jahren in die Herzogenburger Ordensgemeinschaft ein. Er ist in Neuss am Rhein (Erzdiözese Köln) geboren, studierte Jus, hat journalistische Erfahrung und war Büroleiter eines deutschen Bundestagsabgeordneten.

2012 legte er im Stift Herzogenburg die feierliche Profess ab.