Erstellt am 19. Dezember 2015, 05:03

von Lisa Röhrer

Das Geld wird weniger. Mandatare haben Voranschlag 2016 einstimmig abgesegnet. Budget ist knapper bemessen: Geringere Bedarfszuweisung wegen höheren Einnahmen bei der Kommunalsteuer.

VP-Bürgermeister Ewald Gorth: »Förderanträge werden künftig genauer überprüft.«  |  NOEN, zVg

Ein großer Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde dem Nachtragsvoranschlag des Jahres 2015 sowie dem Voranschlag für das kommende Jahr gewidmet. Beide wurden einstimmig beschlossen.

Während im Voranschlag die Einnahmen im ordentlichen Haushalt für das Jahr 2015 mit 2,942 Millionen Euro angenommen wurden, hat sich nun ein Plus von 446.300 Euro ergeben. Die Einnahmen im ordentlichen Haushalt sind im Voranschlag inklusive Nachtrag nun also mit 3,3883 Millionen Euro bemessen. Die Ausgaben im ordentlichen Haushalt belaufen sich im Voranschlag inklusive Nachtrag ebenfalls auf 3,3883 Millionen Euro.

Die Summe der Einnahmen sowie Ausgaben im außerordentlichen Haushalt betragen aktuell je 446.300 Euro.

Straßenbau, Wasser und Kanalarbeiten geplant

„Trotz einer geplanten Darlehensaufnahme von 200.000 Euro für Wasser- und Kanalbauarbeiten wird der Schuldenstand voraussichtlich von rund 5,684 Millionen Euro auf rund 5,46 Millionen Euro reduziert“, erklärte Kassaverwalterin Irene Huber. Die Einnahmen und Ausgaben im ordentlichen Haushalt betragen jeweils 2,909 Millionen Euro. Im außerordentlichen Haushalt wurden Vorhaben in der Höhe von 1,0827 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind dabei in erster Linie Arbeiten im Straßenbau sowie Wasser- und Kanalarbeiten.

Eine finanzielle Schwierigkeit im Gemeindehaushalt könnte laut VP-Bürgermeister Ewald Gorth das Fehlen einer Förderung für Kindergartenbetreuungspersonen in der Höhe von rund 15.000 Euro darstellen. Außerdem hat sich die Bedarfszuweisung für Strukturhilfe unter anderem wegen den Einnahmen einer höheren Kommunalsteuer aufgrund der Ansiedlung der Erber Group im Gemeindegebiet sowie die geringe Reduzierung der Einwohnerzahl verringert.

Bewegungs- und Motorikstation geplant

„Wir müssen somit mit rund 100.000 Euro weniger Budget zurechtkommen. Darunter leiden werden vor allem außerordentliche Förderanträge an die Gemeinde. Da das Budget nun knapper bemessen ist, müssen diese nun genauer überprüft werden“, so der Ortschef.

Ein weiterer Teil der Sitzung wurde genutzt, um Ideen und Projekte zu sammeln, Aufgaben festzulegen und zu überlegen, was im nächsten Jahr in Angriff genommen werden soll.

Momentane Vorhaben diesbezüglich stellen vor allem für Freunde des Rad- und Wandertourismus eine gute Nachricht dar: So soll neben der Fertigstellung des Traisental-Weinwanderweges auch der Aussichtspunkt auf der Theyern-Anhöhe verschönert werden sowie im Zuge der NÖ Initiative „Tut Gut“ eine Bewegungs- und Motorikstation eingerichtet werden.