Erstellt am 08. Dezember 2015, 17:43

von Alex Erber

Das ist traurig: 6.810 Menschen ohne Job!. Prekäre Konjunkturlage: 5.644 Arbeitslose, dazu kommen über 1.000 Personen in Schulungsmaßnahmen des AMS.

AMS-Leiter Thomas Pop: »Derzeit haben wir genügend Kurs-Angebote.« Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Die Lage am Arbeitsmarkt ist nach wie vor katastrophal. Österreich kämpft mit einer Rekordarbeitslosigkeit. Auch im Bezirk St. Pölten sind 4,6 Prozent mehr Personen ohne Job als im Vorjahr: Ende November gab es nicht weniger als 5.644 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 auf 8,1 Prozent (NÖ: um 0,5 auf 8,2 Prozent).

„Das Konjunkturumfeld für die österreichische und damit auch für die NÖ Wirtschaft ist anhaltend schwierig“, bedauert auch St. Pöltens AMS-Chef Thomas Pop. Nach wie vor sei keine substanzielle Beschleunigung der Dynamik zu erkennen, wenngleich die Investitionstätigkeit zunehme und sich auch das Exportgeschäft leicht belebe.

Die Arbeitsmarktentwicklung ist weiterhin gespalten. „Steigendes Arbeitskräftepotenzial, weiter zunehmende Beschäftigung bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit bilden die Rahmenbedingungen für das aktuelle Arbeitsmarktgeschehen. Seit nunmehr fünf Monaten steigt auch die Zahl der offenen Stellen, die uns gemeldet werden, wieder an“, analysiert Thomas Pop die Arbeitsmarktlage Ende November.

Dem gegenüber stehen im Bezirk St. Pölten Ende November 5.644 Arbeitslose, das sind um 248 oder 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich ist daher weiter rückläufig (September: 4,8 Prozent, Oktober 6,1 Prozent).

Der höhere Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen ergibt sich zum einen deshalb, weil es länger dauert als in den vergangenen Jahren, bis Arbeitslose wieder eine Anstellung bekommen, zum anderen erklärt er sich mit dem Rückgang von Personen in Schulungsmaßnahmen.

In Summe ergeben sich damit Ende November 6.810 Personen, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS sind (plus 5,1 Prozent).

Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen waren neben älteren Personen ab 50 Jahren (9,0 Prozent) und Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (52,0 Prozent) auch Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Hier liegt die Zahl in NÖ gegenwärtig um 7,1 Prozent über dem Vorjahreswert.