Erstellt am 04. März 2016, 05:59

von Thomas Heumesser

Das Wappen bleibt Parteien verwehrt. SP-Mandatar Josef Thoma wollte Hoheitsabzeichen auf Einladungen verwenden. Dieses Ansinnen stieß auf klare Ablehnung.

Geschäftsführender Gemeinderat Rudolf Schweitzer (Bürgerliste »Wir«; Zweiter von links) ) feierte unlängst seinen 50. Geburtstag. Dazu gratulierten Bürgermeister Gerhard Wendl, Gemeinderat Josef Thoma und Vizebürgermeisterin Daniela Engelhart (von links).  |  NOEN, Heumesser

Ja, das waren noch Zeiten, als die Uhr bei Gemeinderatssitzungen Mitternacht schlug. Bei der ersten Zusammenkunft im Jahr 2016 war alles anders. Der öffentliche Teil der Sitzung dauerte rekordverdächtig kurz, in knapp 45 Minuten waren alle Tagesordnungspunkte erledigt.

Strittig waren nur drei Punkte. Der Bau des „Gemeinschaftshauses der Generationen“ der Freiwilligen Feuerwehr Hain-Zagging soll zügig vorangetrieben werden. „Kleinere“ Arbeiten wird der Gemeindevorstand daher sofort vergeben, ohne den Gemeinderat zuvor zu befassen. Maximalkosten dieser Arbeiten: 142.000 Euro, das sind zehn Prozent der veranschlagten Gesamtsumme für das Projekt. Eine Gegenstimme kam hier von geschäftsführendem Gemeinderat Franz Schalhas (Bürgerliste „Wir“), der das Projekt aus finanziellen Gründen stets als Ganzes abgelehnt hatte.

Ein klares Nein kam von den Mandataren zu einem Ansinnen von SP-Gemeinderat Josef Thoma. Er wollte das Gemeindewappen auch auf Parteieinladungen verwenden. VP-Bürgermeister Gerhard Wendl: „Ich spreche mich ganz deutlich gegen die Führung des Gemeindewappens durch politische Gruppierungen aus!“

Die Verwendung des Gemeindewappens bleibt mit einstimmigem Beschluss der hoheitlichen Verwaltung und den Feuerwehren (als Körperschaft öffentlichen Rechtes) vorbehalten sowie Vereinen, denen die Führung mit Gemeinderatsbeschluss zugebilligt wurde. Allen anderen ist die Führung des Gemeindewappens (Hoheitszeichen) weiterhin untersagt.

Marchat warnt vor einem neuen Verein

VP-Vizebürgermeisterin Daniela Engelhart berichtete von der beabsichtigten Gründung eines Dorferneuerungsverein Hain-Zagging. Dazu wird es am 9. März einen Informationsabend im Feuerwehrhaus Hain geben. Hintergrund: Durch die Gründung eines solchen Vereins hofft man, zusätzliches Geld für das „Gemeinschaftshaus der Generationen“ vom Land NÖ über die Dorferneuerung lukrieren zu können. Die Rede ist von mindestens 30.000 Euro.

Dazu meldete Gemeinderat Franz Marchat (Bürgerliste „Wir“) Bedenken an: „Dieser Verein bringt kein Geld ein, er kostet Geld. Auch die Kosten bei den Dorferneuerungsvereinen Fugging oder Großrust sind davongelaufen!“

„Ich spreche mich ganz deutlich gegen die Führung des Gemeindewappens durch politische Gruppierungen aus!“ Bürgermeister Gerhard Wendl

Einstimmig beschlossen wurden Subventionen für die Jugendblaskapelle Fladnitztal (400 Euro) und das Katholische Bildungswerk Hain (75 Euro).

Außerdem wurde ein neuer Verkabelungsvertrag beschlossen. Für die Mitverlegung von Stromleitungen in den Bereichen Obritzberg, Landhausen wird der Mitverlegetarif von 10 auf 15 Euro pro Laufmeter angehoben. Für die Mitverlegung im Bereich Kleinrust und Fugging wird ein neuer Mischpreis von 18,50 Euro pro Laufmeter eingehoben.