Erstellt am 01. März 2016, 04:49

von Alex Erber

„Dauerparker sind größtes Problem!“. Rathausplatz / Keine Stellflächen frei: Mandatare übten sich in Analyse und Ursachenforschung. Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. HERZOGENBURG / „Zeitweise ist es katastrophal!“ VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann hat im

Der Rathausplatz ist prall gefüllt. Dauerparker, die permanent die Uhr nachstellen, sind ein Ärgernis. Ob man ihnen Herr werden kann?  |  NOEN, Hans Kopitz

"Zeitweise ist es katastrophal!", VP-Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann hat im Zuge der jüngsten Sitzung des Gemeinderates die Parkplatz-Situation am Rathausplatz zum Thema gemacht.

In der folgenden Debatte ging es um mehr um Analysen und Ursachenforschung denn um Lösungsansätze. Denn praktikable Lösungen sind weit und breit nicht in Sicht. Der stundenlang verstopfte Platz wird wohl weiterhin ebenso zum Alltagsbild gehören wie das minutenlange Kreisen rund um die Stellflächen, um einen der 60 Parkplätze zu ergattern. Hauptmann forderte die Mandatare jedenfalls pauschal auf: „Wir sollten aktiv werden.“

SP-Vizebürgermeister Christoph Artner versprach: „Wir kehren nichts zur Seite.“ Einfach Schrägparkplätze zu installieren, wie vielfach gefordert, sei nicht der Weisheit letzter Schluss: „Dadurch verliert man Parkplätze und verschärft die Situation zusätzlich.“

„Besonders spannend ist es gegen 16 Uhr“

„Das größte Problem sind die Dauerparker“, glaubt FP-Stadtrat Martin Hinteregger. Es solle daher zu einer nochmaligen Evaluierung der Ausnahmegenehmigungen für Geschäftsleute beziehungsweise Anrainer kommen.

VP-Gemeinderat Peter Schwed wiederum hat ein Phänomen beobachtet: „Besonders spannend ist es gegen 16 Uhr. Da kann man immer beobachten, wie ein Marsch zu den Autos einsetzt, um die Uhren weiterzudrehen. Man müsste die Geschäftsleute animieren, dass sie ihren Mitarbeitern sagen, dass sie am Rathausplatz nicht parken sollen.“

SP-Stadtrat Helmut Schwarz wiederum nahm auch Kunden in die Pflicht: „Der Kirchenplatz ist fast immer frei. Es wird sich niemand den Fuß brechen, wenn er zu Fuß zum Rathausplatz geht.“

Auf den Punkt brachte es Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer: „Eine Lösung des Problems gibt es nur mit mehr Stellflächen. Ihre Realisierung ist aber schwierig, nicht nur in Herzogenburg, sondern generell in allen Innenstädten.“