Erstellt am 08. Dezember 2015, 04:43

von Alex Erber

Der Countdown läuft. Am Mittwoch, 9. Dezember, treffen die ersten 48 Flüchtlinge in Oberndorf ein.

Biomin stellt den Flüchtlingen ein modern eingerichtetes Containergebäude (links) sowie das ehemalige Bürogebäude (rechts) zur Verfügung.  |  NOEN, Hans Kopitz

Es handelt sich um 32 Personen (Familien, Einzelne) sowie um 16 unbegleitete Minderjährige. Am Mittwoch, 9. Dezember, werden 48 Flüchtlinge in einem Containergebäude beziehungsweise im ehemaligen Biomin-Bürogebäude in Oberndorf eintreffen. Das hat Division Marketing Officer Herbert Kneissl von der Biomin Holding GmbH im NÖN-Exklusivgespräch betätigt.

Die Unterkunft für die Schutzsuchenden besteht aus zwei Gebäuden, die in den vergangenen Wochen so adaptiert worden sind, dass sie für die optimale Unterbringung der Asylwerber geeignet sind und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Im Containergebäude werden Familien und erwachsene Einzelpersonen untergebracht. Das Bürogebäude wird für unbegleitete Minderjährige mit Sozialbetreuern verwendet.

In beiden Gebäuden gibt es Schlafräume und Sozialräume für den Aufenthalt während des Tages, die beispielsweise auch für Deutschkurse verwendet werden können. Im Containergebäude wurden die Duschen eingebaut, die auch von den Bewohnern des anderen Gebäudes verwendet werden.

Bisher untergebracht in einem Notquartier

Küchen und Waschmaschinen befinden sich in beiden Gebäuden. Betten und Kästen sind bereits in den Räumen aufgestellt. Zäune wurden aufgestellt, um den Produktionsbetrieb vom Wohnbereich und den Sportanlagen zu trennen und so die Sicherheit zu gewährleisten.

Beide Gebäude sind mit Mittwoch, 9. Dezember, bezugsfertig. „Wir erwarten mit diesem Tag das Eintreffen von 32 Personen (Familien und Einzelpersonen), die im Containergebäude untergebracht werden und ebenfalls die erste Gruppe von 16 unbegleiteten Minderjährigen für das ehemalige Bürogebäude“, erläutert Herbert Kneissl.

Die Personen befinden sich bereits in Österreich und waren bis zu ihrem Eintreffen in der Herzogenburger Katastralgemeinde im Notquartier Helenental untergebracht. Woher die Flüchtlinge stammen, aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan, oder ob es sich gar um gemischte Gruppen handelt, ist die große Unbekannte: „Nähere Informationen zu den Personen sind uns derzeit nicht bekannt“, so Kneissl.

Die Gesamtzahl wird 80 betragen

Was jedoch feststeht: „Weitere Asylwerber und insbesondere Jugendliche - zwei weitere Gruppen zu je 16 Personen - werden in den folgenden Wochen eintreffen.“

Für das Containergebäude wird eine Betreuungsperson zuständig sein, für die Jugendlichen - in der Maximalbelegung - insgesamt zehn Sozialbetreuer. Es ist sichergestellt, dass an sieben Tagen/24 Stunden immer eine Betreuungsperson anwesend ist.