Erstellt am 06. Oktober 2015, 16:37

von Birgit Kindler

"Der Vorfall ist rätselhaft". Das denkmalgeschützte Deckengewölbe, das zerstört wurde, muss laut Bericht der Volksanwaltschaft wieder hergestellt werden. Alpenland: "Ist für uns selbstverständlich."

Derzeit steht die Baustelle am Hauptplatz 11 in Traismauer still. Die Bodendenkmäler müssen noch fertig untersucht werden.privat  |  NOEN

"Es muss der Vorzustand des gesamten denkmalgeschützten Teiles durch die Wohnbaugenossenschaft Alpenland vollständig und fachgerecht wiederhergestellt werden“: Zu diesem Ergebnis kam die Volksanwaltschaft in ihrem Überprüfungsverfahren.

Baggerarbeiten zerstörten das Kreuzgewölbe

Wie ausführlich berichtet, wurde beim Abbruch des Hauses am Hauptplatz 11 das Kreuzgewölbe im Eingangsbereich des ehemaligen Gasthauses im Zuge von Baggerarbeiten zerstört. Nach diesem Vorfall wandte sich die Bürgerinitiative „Traismauer attraktiv erhalten“ an die Volksanwaltschaft, die ein Überprüfungsverfahren einleitete.

„Nun ist die historische Bausubstanz auch für nachfolgende Generationen nachhaltig gesichert“, so Brigitte Horvath von der Bürgerinitiative. Mit diesem klaren Ergebnis der Untersuchungen würde nun auch öffentlich dokumentiert werden, dass derartige Unachtsamkeiten keine Kleinigkeit darstellen, sondern unmittelbar Konsequenzen nach sich ziehen würden, meint Horvath weiter.

„Natürlich werden wir das Kreuzgewölbe wieder herstellen"

Obwohl das Schreiben der Volksanwaltschaft lediglich eine Empfehlung darstellt, betont Alpenland-Obmann Norbert Steiner als Eigentümer des Gebäudes: „Natürlich werden wir das Kreuzgewölbe wieder herstellen, das ist selbstverständlich. Für ihn sei es selbst rätselhaft, warum dieser Vorfall passiert sei.

Zum Baufortschritt bei der Liegenschaft meint Steiner: „Derzeit kommen wir nicht voran, da zuerst noch die Bodendenkmäler fertig untersucht werden müssen.“