Erstellt am 10. Dezember 2015, 10:48

von Hans Kopitz

Die Ringmauer strahlt bald in neuem Glanz. Stift hat für 2014, 2015 und 2016 insgesamt 225.000 Euro veranschlagt. Die Stadt beteiligt sich an Renovierung mit 9.000 Euro.

Ein Teil der Ringmauer, die das Stiftsgelände im Nordosten - den sogenannten Wäschegarten - umschließt, wurde durch einen Zaun ersetzt, der heuer im Sommer mit seinen Stützpfeilern gänzlich erneuert worden ist. Links sieht man einen der noch erhaltenen Ringtürme.Hans Kopitz  |  NOEN, Hans Kopitz

Bei den Subventionen, über die bei der jüngsten Gemeinderatssitzung abgestimmt wurden, ging es auch um die Herzogenburger Ringmauer, die - so wie auch die Johanneskapelle in Gutenbrunn, das Schloss Heiligenkreuz, die Ortskapelle von Einöd oder das Tabernitius-Kreuz in Wielandsthal - zu den 54 denkmalgeschützten unbeweglichen Objekten der Gemeinde gehört. Sie wurde von 1477 bis 1529 mit elf Rundtürmen um die beiden Siedlungskerne Oberer Markt und Unterer Markt sowie um das Stift errichtet.

1866 erfolgte die Schleifung des Kremser-, St. Pöltner- und Wienertors, danach kam es zu mehrfachen Mauerdurchbrüchen im Westen und im Süden, zur Schleifung der Rundtürme - heute sind noch vier davon erhalten - und zur Aufschüttung von Wehrgräben.

Im Norden ist die Ringmauer in geschlossener Form mit Wehrgraben, dem Au-Tor - es wurde 1732 umgebaut - sowie mit einem mit 1598 bezeichneten Rundturm erhalten. Im Nordosten, Osten und fragmentiert im Westen - vis-a-vis der Volksschule - gibt es noch Reste der Stadtmauer, teilweise mit Rundtürmen.

Teure Renovierung

Für die Renovierung der im Besitz des Stiftes befindlichen Ringmauer musste der Propst tief in die Tasche greifen, für 2014, 2015 und 2016 sind 225.000 Euro veranschlagt. Ein Teil ist schon renoviert.

Vor allem am langen Teil im Nordosten, wo ein hoher Zaun die einstige Mauer ersetzt, wurde den ganzen Sommer über gearbeitet - ein Teil steht noch an. Dafür wurden dem Stift einstimmig 9.000 Euro Subvention zugestanden.