Erstellt am 29. März 2016, 11:10

von NÖN Redaktion

„Die Wallfahrt soll in Schwung kommen!“. Die Barockkirche Heiligenkreuz ist ab sofort wieder täglich geöffnet. Pfarrer Johannes Schörgmayer engagiert sich für mehr Pilger.

Eine Augenweide: Das Innere der Barockkirche Heiligenkreuz.  |  NOEN, zVg

Mit Ostern hat wieder die Wallfahrtssaison in der Barockkirche von Heiligenkreuz in Gutenbrunn begonnen. Pfarrer Johannes Schörgmayer drehte den großen Schlüssel herum und öffnete das schwere Tor zur Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt und Maria, Heil der Kranken.

Über den Winter ist die Kirche nur zu den Gottesdiensten geöffnet, seit Ostern ist das Barockjuwel wieder täglich zugänglich. Der Freskenzyklus von Franz Anton Maulbertsch lädt zum Staunen, das Gnadenbild von Maria mit dem Kind am Hochaltar zum Gebet ein.

Schörgmayer ist es ein großes Anliegen, dass nach den Jahren Renovierung, die 2014 mit der Weihe des neuen Altars abgeschlossen wurde, die Wallfahrt „wieder in Schwung kommt.“ Im Vorjahr waren bereits wieder 30 Wallfahrtsgruppen mit bis zu 350 Wallfahrern in Heiligenkreuz.

„Heiligenkreuz bei Herzogenburg“

„Heiligenkreuz bei Herzogenburg“, wie Schörgmayer betont, um den Wallfahrtsort vom bekannteren Stift Heiligenkreuz im Wienerwald zu unterscheiden. Die Begrüßung der Wallfahrtsgruppen und die Führung nimmt er immer persönlich vor.

Auch prominente Konzerte – etwa mit der A-Capella-Gruppe „Mainstreet“ oder der „Königin der Panflöte“ Daniela de Santos – organisiert der umtriebige Oldtimer-Fan Schörgmayer. Zum 250-Jahr-Feier der Kirchweihe (2010) chauffierte er Bischof Klaus Küng und den damaligen Bischof von Feldkirch Elmar Fischer in einem antiken Rolls-Royce vor die Kirche.

Eine der schönsten spätbarocken Kirchen Österreichs

Die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche zählt zu den schönsten spätbarocken Landkirchen Österreichs. Ermöglicht durch die großzügige Stiftung des Wiener Weihbischofs Franz Anton Marxer (1703 bis 1775), schufen hier erstrangige Künstler aus dem Umkreis des Wiener Hofes ein bedeutendes Gesamtkunstwerk.

„Innerhalb von nur drei Jahren entstand ein Meisterstück, das sich beinahe unverändert bis heute erhalten hat“, erklärt Schörgmayer. Der junge Maulbertsch schuf hier seinen vierten Freskenauftrag mit dem Thema der Kreuzauffindung durch die Heilige Helena im Zentrum. In der Flachkuppel über der Orgelempore ist eine Wallfahrtsszene zu Maria, Heil der Kranken dargestellt.