Erstellt am 04. März 2016, 10:39

von Lisa Röhrer

"Ein fahrendes Wirtshaus". Walpersdorf ist Schauplatz eines der insgesamt 63 Projekte des "Viertelfestes". Ein Traktor mit kulinarischen Schmankerln soll das gesellige Beisammensein der Bürger beleben.

Das „Fahrende Wirtshaus“ macht im Zuge des Viertelfestes auch auf dem Gelände des Schloss Walpersdorf Halt.  |  NOEN, Bundesarchiv

„Fliehkraft“ lautet das Motto des „Viertelfestivals NÖ – Mostviertel 2016“, das zwischen Mai und August an unterschiedlichen Orten im Mostviertel über die Bühne gehen wird.

Durch diverse künstlerische Projekte sollen als Antwort auf den heutigen Trend der „Stadtflucht“, die Besonderheiten des ländlichen Lebens aufgezeigt und in den Fokus gerückt werden. Aus 151 Einreichungen wurden dazu 63 Projekte – darunter 15 Schulprojekte – durch eine Jury ausgewählt.

„Fahrendes Wirtshaus“ mit Traktor

Auch Walpersdorf ist Schauplatz eines solchen Projektes: Moya Hoke und Hannes Stelzhammer präsentieren dort das „Fahrende Wirtshaus“. Mit einem Traktor und dazugehörigem Anhänger werden unterschiedliche Ortschaften, denen die soziale Institution eines „Wirtshauses“ fehlt oder im Laufe der Jahre abhandengekommen ist, besucht. Durch den vorübergehenden Gasthausbetrieb mit kulinarischen Schmankerln und passendem Abendprogramm will man das gesellige Beisammensein der Bürger wieder beleben und fördern. Das mobile Wirtshaus soll – zumindest vorübergehend – als Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens innerhalb der besuchten Ortschaften dienen.

Der Traktor, ein 15-er Steyrer, ist außerdem als ein Symbol für die in unserer Zeit häufig unterschätzte „Kraft der Langsamkeit“ gedacht.

Landeshauptmann Erwin Pröll hält die regionale Kulturarbeit im Sinne der Identitätsstiftung gerade in der heutigen Zeit für unverzichtbar: „Diese Auseinandersetzung mit der Kultur ist ein wesentlicher Faktor, der die Identifikation des Einzelnen mit seiner unmittelbaren Heimat ermöglicht.“