Erstellt am 25. November 2015, 06:08

von Hans Kopitz

Ein "Flug" durch den Saal zum Abschluss. NÖ Kindersommerspiele in Herzogenburg: Marianne Jecel bekam die "Weiße Feder". Den Sprecher des Leitungsteams, Andreas Kickinger, ließ man hochleben. Er wurde 50 Jahre jung.

Der Traum vom Fliegen, wenn auch in einer außergewöhnlichen Form, ging für Andreas Kickinger beim Nökiss-Abschlussabend in Erfüllung.  |  NOEN, NÖN

Zwei Höhepunkte gab es beim Abschlussabend der heurigen Kindersommerspiele, zu dem ein Teil der insgesamt rund 1.000 freien Mitarbeiter in den Augustinussaal gekommen war: die Übergabe der „Weißen Feder von Herzogenburg“ an die ehemalige Böheimkirchner Volksschuldirektorin Marianne Jecel, die bei der Verleihung zu Beginn der Nökiss nicht dabei sein konnte und die Feier des 50. Geburtstages des Sprechers des Nökiss-Leitungteams, Andreas Kickinger.

Zu Beginn wurden die Ausschnitte gezeigt, die die heimischen TV-Anstalten von den Kindersommerspielen gesendet hatten, wobei auch der Ausspruch von Extremsportler Felix Baumgartner hängen geblieben ist: „Raus aus der Komfortzone, die Kinder sitzen viel zu viel vor dem Computer.“

Heuer war neben dem ORF und P 3 zum ersten Mal auch Puls 4 dabei. Mitarbeiterin Kerstin Gutleder, die mit ihren beiden Nichten die Nökiss besuchte, lieferte einen ganz tollen Beitrag. Auch Chorherr Wolfgang Payrich steuerte mit Dias vom Fest zur Belustigung bei.

Andreas Kickinger, Dietmar Zederbauer und Franco Steininger berichteten über den Ablauf des heurigen Kinderfestes, wobei 128.271 Euro Einnahmen 154.884 Euro Ausgaben gegenüberstehen.

Neue Arena kostete  knapp 40.000 Euro

Der Verlust im Ausmaß von 26.613 Euro wird durch Erlöse aus den „Hilfsbetrieben“ wie Kaffee-, Getränke- und Essensstand ausgeglichen. Eine der größten Ausgaben war der Austausch der alten Arena, die 36 Jahre ihren Dienst treu versehen hatte. 39.401 netto kostete die neue Arena, davon steuerte 10.000 Euro das Land NÖ bei.

Durch die tatkräftige Mithilfe der Syrer, die in Herzogenburg untergebracht sind, konnte heuer das Gelände zum ersten Mal an einem Tag abgebaut werden.

56 Haupthelfer - allen voran Andi Kickinger

Ein großes Danke ging auch an die 56 Haupthelfer, von der Küche bis zum Kreativdorf, allen voran aber an Andreas Kickinger, der vor ein paar Tagen seinen 50. Geburtstag feierte. Propst Maximilian Fürnsinn betonte: „Als der Gründer und Initiator der Kindersommerspiele, Bertl Rumpler, im Jahre 1997 starb, wusste keiner, wie es mit dem Fest weitergehen soll. Mit Andreas wurde aber sozusagen ein Haupttreffer gemacht: Er ist ruhig, harmonisch, ausgeglichen und versteht es, Leute zu motivieren und neue Leute heranzubringen.“ Es ist sicher keine leichte Arbeit. Er erledigt sie neben seinem „richtigen“ Job als Geschäftsführer der „Biblischen Reisen“, bei dem er viele Wochen im Jahr im Ausland unterwegs ist.

Sparkassen-Direktor Walter Dörflinger stellte sich als Gratulant mit einem „Wakaiuk“-Geschenk ein: Er überbrachte symbolisch einen Schlafsack und versprach sechs Zelte und 24 Schlafsäcke für die Herzogenburger „Indianer“.

Die „Wakaiuks“, so nennen sich die Herzogenburger Jungscharkinder, schenkten ihrem „Häuptling“ ein Puzzlebild mit seinem Portrait, tanzten mit ihm den „Tanz der Freude“ und ließen ihn abschließend gemäß dem heurigen Nökiss-Motto „Der Traum vom Fliegen“ fast durch die Lüfte segeln, bevor das Buffet für alle Mitarbeiter eröffnet wurde.