Erstellt am 11. November 2015, 05:32

von Peter Nussbaumer

Ein Jahr Perschling: Nur vereinzelt Ärger. Die erste Bilanz nach dem ";Aus" für die Gemeinde Weißenkirchen zeigt: In der Praxis hat sich kaum etwas geändert.

 |  NOEN, Mag. Peter Nussbaumer

Perschling zur Umfrage betreffend die Umbenennung in Perschling gerufen. Bei einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent entfielen knapp 60 Prozent der abgegebenen Stimmen für Ja, die Gemeinde möge in Perschling umbenannt werden.

Nach einem Jahr ist es ruhig um die Änderung des Gemeindenamens geworden, die meisten Bürger sehen es so: Es hat sich praktisch nichts geändert.

Dieter Tauchner aus Perschling meint, die Perschlinger sind ohnehin zufrieden, der ehemalige Obmann der Ortsgemeinschaft Perschling, Franz Riegl, sagt: „Die Umbenennung war logisch, da Perschling der Sitz des Gemeindeamtes ist, in der Mitte des Gemeindegebietes liegt und die meiste Infrastruktur (Nahversorger, Arzt, Gesundheitszentrum, Bankstelle, Volksschule, Kindergarten) für die Gemeindebevölkerung bietet.“

„Akzeptanz, egal bei welchem Ausgang“

VP-Bürgermeister Reinhard Breitner aus Murstetten steht zu seinem Projekt: „Ich habe in der vergangenen Periode versprochen, die Bevölkerung hinsichtlich der Umbenennung zu befragen und das Ergebnis in jedem Fall zu akzeptieren und umzusetzen, auch dann, wenn sich eine Mehrheit gegen die Umbenennung ausgesprochen hätte.“

Pfarrer Johannes Schörgmayer sieht die Umbenennung mittlerweile gelassen, weist aber darauf hin, dass man damit die Pfarre Weißenkirchen als namensgebende Institution gering geschätzt hätte.

Lediglich der ehemalige VP-Vizebürgermeister Johann Figl-Fischelmaier poltert: „Die Umbenennung war der größte Fehler, den die Gemeinde jemals gemacht hat!“ Er argumentiert, dass diese Umbenennung alleine die Schuld trage, dass die gewünschte Markterhebung vom Land NÖ abgelehnt wurde.

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