Erstellt am 18. Januar 2016, 11:31

von Hans Kopitz

Es blieb kein Auge trocken. Oberndorfer Gilde zog wieder alle Register ihres Könnens. Themen gab es ja genug. Die Palette reichte von der jüngsten Regierungsumbildung bis zum Stadthotel.

Der „Zauber der Montur“ riss alle mit: Ingrid Vermeulen, Max Eckl, Roland, Bettina und Regina Track sowie Gerti Frühwirth (vorne), Erwin Fischer, Peter Haselmann, Erich Track, Herbert Lackner vom Verein „Möwe“ und Regisseur Josef Köber (hinten, jeweils von links).  |  NOEN, Hans Kopitz

„Möge der Spaß mit Euch sein!“ Unter diesem Motto stehen die diesjährigen Faschingssitzungen der Oberndorfer Faschingsgilde. Die Akteure zogen wieder alle Scherz-Register - bei der Generalprobe am vergangenen Donnerstag, als wieder die Heimbewohner und die Mindestrentenbezieher eingeladen waren, und bei den ersten beiden Faschingssitzungen im Volksheim.

„Material“ hatten in den vergangenen Monaten sowohl die Regierung als auch heimische Aktivitäten auf jeder Ebene mehr als genug geliefert; angefangen von Andreas Khols Sager „Ich liebe die Leute, ich liebe das Land“ bis zur unendlichen Geschichte vom Herzogenburger Stadthotel.

Man kann niemanden der Akteure hervorheben, denn brillant waren sie alle und sie hatten alle die Lacher auf ihrer Seite, ohne unter die Gürtellinie zu gehen.

Erich „Bauchi“ Böck nahm in seiner Büttenrede die rote Minister-Rochade aufs Korn, die durch die Bundespräsidentschaftskandidatur von Rudolf Hundstorfer notwendig geworden war.

„Für jeden Depp gibt‘s heut‘ a App“

Erich und Regina Track erlebten ihr blaues Wunder bei einem Ausflug ins St. Pöltner Festspielhaus - und Peter Schräfl ließ den „Zug nach Nirgendwo“ fahren, ihn in „Sacramento“ halten und schwärmte von den Zeiten, als Heidi, Anita, Michaela, die Zuckerpuppe, ein Student aus Uppsala und drei kleine Italiener noch mitfuhren.

Gottfried Eder suchte als Statistiker nach dem Sinn des Lebens, Erwin Fischer meinte „Für jeden Depp gibt’s heut‘ a App“ und Kurt Schirmer junior suchte als scheidender Bundespräsident ein neues Wochenendhaus, da ihm ja das künftig das Jagdschloss Mürzsteg nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei wurde ihm die Gerhold-Villa angeboten, die zwar von einer hohen Mauer umgeben ist, aber für die Ex-Präsidentengattin, die künftig keinen Chauffeur mehr hat, günstig liegt, da ja heuer noch der Lidl auf der anderen Straßenseite eröffnen soll.

Monika Wurzl erzählt im Gartencenter, dass sie zwar den Winterspeck verloren, dafür an den Hüften Frühlingsrollen dazu bekommen hat - und ihr Gatte Günther meinte, die FP-Zugewinne bei der jüngsten Gemeinderatswahl ansprechend: „Ich frage mich in einer Tour, wie macht das der Schatzl nur!“

Schwung in die Veranstaltung brachten zu Beginn Teo mit ihrer Sport-&-Dance-Gruppe sowie der „Zauber der Montur“ am Schluss, der von Ingrid Vermeulen choreographiert wurde.

Es war eine Show, professionell vom Anfang bis zum Schluss - auf alle Fälle sehenswert, auch nächsten Freitag, Samstag und Sonntag noch.