Erstellt am 03. November 2015, 05:02

von Hans Kopitz

„Es lebe das Wirtshaus!“. Der neue Pächter des Gastrobetriebes in der Anton-Rupp-Freizeithalle erklärt im NÖN-Gespräch, wie er den Karren aus dem Dreck ziehen möchte: „Sehe mich als Dienstleister.“

»Sehr wichtig ist uns, von Anfang an eine offene und positive Zusammenarbeit. Wir denken, dass wir so erfolgreich sein werden und sich diese freundliche und ehrliche Arbeitsweise durchsetzen wird«, so Rainer Dietrich (links) bei der Vertragsunterzeichnung mit Bürgermeister Franz Zwicker im Rathaus.  |  NOEN, Hans Kopitz

„Das Hallenrestaurant ist tot - es lebe das Ossarner Wirtshaus!“ Mit vergangenen Sonntag haben Jana Dobiasova und Rainer Dietrich den Gastrobetrieb in der Anton- Rupp-Freizeithalle übernommen. Der erste Öffnungstag ist am Freitag, 6. November. „Wir hoffen, dem Lokal eine neue Identität geben zu können, denn es gibt ja schon seit vielen Jahren in Ossarn kein Wirtshaus mehr und das wollen wir nun ändern.“

Vereine sollen angesprochen werden

Neben der Ossarner Bevölkerung wollen Jana Dobiasova und Rainer Dietrich vermehrt die in der Halle tätigen Vereine ansprechen: „Sehr wichtig ist uns, von Anfang an eine offene und positive Zusammenarbeit mit ihnen zu beginnen und ab dem ersten Tag zu zeigen, dass wir miteinander zu unser aller Vorteil agieren wollen.“
Erster Schritt: „Wir wollen das Gasthaus im Freizeitzentrum wieder mit einem vollwertigen Speisenangebot, das der Bezeichnung Gasthaus oder Café-Restaurant gerecht wird, ausstatten. Die Problematik war unserer Meinung nach eine direkte Folge des überschaubaren Speisenangebots.“ Es wird von Montag bis Samstag ein wechselndes Tagesgericht geben und ganzjährig gleichbleibende Tageshits.

„Die Problematik war unserer Meinung nach eine Folge des überschaubaren Speisenangebotes!“ Neo-Pächter Rainer Dietrich

„Wesentlich ist auch, dass es wieder ein Angebot an Mehlspeisen gibt, um wieder ein Offert für unsere Zielgruppen in diesem Bereich zu haben“, so Rainer Dietrich, der auch betont, dass kein Ruhetag geplant ist. Es gibt täglich zu den Öffnungszeiten von 9 bis 22 Uhr warme Küche. Er ist davon überzeugt, dass bei entsprechender Ausrichtung des Betriebes auch der Ertrag ein guter sein wird. „Wir wollen wie jedes Unternehmen gute Arbeit leisten und natürlich auch Geld verdienen. Wir wissen, dass wir hier langfristig wirtschaftlich und erfolgreich arbeiten können.“

Auf einer Herzogenburger Bank wurde eine Kaution von 3.000 Euro hinterlegt, die auf 5.000 Euro aufgestockt wird, wenn der Pachtvertrag auf den Aquapark erweitert wird - was vorgesehen und seitens der Gemeinde auch in Aussicht gestellt wurde.

„Es ist vorauszusehen, dass in den Sommermonaten der Betrieb im Gasthaus nachlässt, da wollen wir mit dem Badebetrieb punkten, denn für uns ist vor allem die Gesamtauslastung interessant“, so Dietrich, der sich im Klaren ist, dass er als Dienstleister nur in guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Gästen und Vereinen Erfolg haben wird - deshalb setzt er auch eine hohe persönliche Präsenz seinerseits voraus.

Pächter haben langjährige Erfahrung

Sowohl die Betriebsinhaberin Jana Dobiasova als auch ihr Mann Rainer Dietrich als operativer Betriebsleiter haben eine langjährige Berufserfahrung. Jana hat die Hotelfachschule in Senica (Slowakei) mit Diplom abgeschlossen und danach mehrere Jahre in der Slowakei, Italien, England und Österreich Erfahrung gesammelt, Rainer hat nach der Hotelfachschule in St. Pölten in den Wifi-Restaurants der Wirtschaftskammer und in vielen Top-Hotels in Österreich, Deutschland und Spanien gearbeitet. Auch im St. Pöltner VAZ und in der Wiener Stadthalle war er im Cateringbereich tätig. 15 Jahre war er Pächter vom Stadtsaal Tulln, ehe man 2011 das Gebäude abriss.

Zur Zeit sind sie neben ihrem Betrieb in Kirchberg am Wagram auch in der Veranstaltungsgastronomie im Raum Purkersdorf und Tulln tätig.