Erstellt am 23. November 2015, 12:11

von Hans Kopitz

Fabian (5) holte sich den Staatsmeistertitel. Junges Talent besucht noch den Kindergarten, beherrscht aber seine Elektromaschine perfekt. Im Vordergrund steht Geschick.

Der fünfjährige Fabian Macher trainiert regelmäßig, denn: »Ich möchte auf alle Fälle Rallyefahrer werden.« Am Rennanzug ist übrigens noch Platz für Sponsoren. Interessenten können sich in diesem Zusammenhang beim Pub »Lowlander« melden.  |  NOEN, Foto: Hans Kopitz

"Ein Fünfjähriger auf dem Weg zum Staatsmeister", titelte die NÖN im April, als es um den fünfjährigen Herzogenburger Trialfahrer Fabian Macher ging, mit dem sein Großvater Peter Macher die ganze Saison zum „Kids-Trialcup“ gefahren ist, der in verschiedenen Bundesländern stattfand.

Neun Rennen gab es zu bewältigen, Fabian wollte natürlich Staatsmeister werden - und das Glück war auf seiner Seite. In Hartberg in der Steiermark fiel schließlich die Entscheidung: Fabian konnte in seiner Klasse den Staatsmeistertitel mit nach Hause nehmen.

Die Zeit spielt nur eine untergeordnete Rolle

Fabian trainiert mit einer 24- Volt-Elektromaschine, beim Rennen fährt er mit 36 Volt. Beim Trial-Fahren steht nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund, sondern die Motorradbeherrschung bei den Wertungsprüfungen.

Die gefahrene Zeit spielt für die Platzierung eine untergeordnete Rolle. Trialfahrer fahren meist sehr langsam, manövrieren zentimetergenau mit Vorder- und Hinterrad, setzen den Gasgriff sehr beherrscht ein, um das Vorderrad mit einem gezielten Gasstoß über das Hindernis zu fahren. Für die Jugendfahrer sind Fahrzeugbeherrschung und Geschicklichkeit im unwegsamen Gelände das Wichtigste. Körperbeherrschung, Balancegefühl, Konzentration, Kraft, Ausdauer und Mut werden gleichermaßen gefordert und gefördert.

Fabian, der zurzeit noch den Kindergarten besucht und im kommenden Jahr eingeschult wird, ist natürlich sportlich „vorbelastet“, denn sowohl Großvater als auch Großmutter, Vater und Mutter sind beziehungsweise waren Rallye- und Motocross-Fahrer. Und was möchte Fabian einmal werden, wenn er groß ist? „Auf keinen Fall Eisenbahner oder Arzt, wie die Mama es will, ich möchte Rallyefahrer werden“, sagt der junge Motorsportler selbstbewusst.