Erstellt am 05. Januar 2016, 16:48

von Alex Erber

Fahrerflucht: Polizisten jagen Raser. Unbekannter Lenker überholte Traktor. Entgegenkommender Wagen konnte Frontalzusammenstoß durch Notbremsung verhindern, dahinter krachte es dann zwei Mal.

 |  NOEN, zVg

Im Bereich der berüchtigten Kuppe auf der Landesstraße 100 zwischen Statzendorf und Kuffern hat sich in der Vorwoche ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der Lenker, der durch rücksichtslose Raserei eine Karambolage auf der Gegenfahrbahn ausgelöst hat, beging Fahrerflucht. Nach ihm fahndet nun die Polizei.

Christoph Weiss (24) aus Paudorf befand sich auf der Heimfahrt. Gemeinsam mit seiner gleichaltrigen Freundin Carina war er im St. Pöltner Traisenpark gewesen, um dort eine Uhr umzutauschen. Das ist manchmal nicht so einfach, der Justizwachebeamte hatte mit Problemen gerechnet. Der Umtausch funktionierte komplikationslos. Die Probleme tauchten erst am Heimweg auf.

Karambolage konnte nicht verhindert werden

Auf der Gegenfahrbahn ist ein Traktor vom Lenker eines schwarzfärbigen Kombis überholt worden. Mit viel zu hoher Geschwindigkeit. Das erste Fahrzeug, das sich auf der Gegenfahrbahn befand, musste eine Notbremsung hinlegen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Zweites und drittes Auto, jenes von Christoph Weiss, konnten nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand gebracht werden, eine Karambolage war die Folge.

Zum Glück hatte der Zusammenstoß vordergründig keine Folgen, die beteiligten Personen blieben unverletzt. Erst am nächsten Tag stellten sich bei zwei Beteiligten Anzeichen von Peitschenschlag-Syndromen ein.

Die Polizei war kurze Zeit später zur Stelle, leitete eine sofortige Fahndung ein, doch der schwarze Kombi blieb wie vom Erdboden verschluckt. Der Fahrer hatte sich ebenso aus dem Staub gemacht wie der Traktorlenker, der unbeirrt vom Geschehen auf der Gegenfahrbahn sein Gefährt weitersteuerte.

Polizei und Opfer appellierten nun an den Traktorfahrer, sich bei der Exekutive zu melden: „Möglicherweise hat er Teile des Kennzeichens des Kombis wahrnehmen können“, hoffen sie.