Erstellt am 10. Mai 2016, 05:54

von Hans Kopitz

Feiwickl passt Name nicht. FP und „Blüh“ stimmten gegen Förderung für das "Interkulturelle Fest".

 |  NOEN, zVg

Eine Premiere gab es im Zuge der jüngsten Gemeinderatssitzung. Weil der Sitzungssaal durch den Abbruch des Rathauses nicht mehr zur Verfügung steht, weichen die Mandatare nun in den Festsaal der Sparkasse aus. Direktor Walter Dörflinger teilte zu Beginn Schokoladetäfelchen aus, deren Verpackungen auch den Parteifarben zugeordnet wurden.

Namensgebung als Kritikpunkt

Es gab nur einen einzigen Tagesordnungspunkt, der nicht einstimmig beschlossen wurde. Die Stadt fördert das „Interkulturelle Fest“, das am 28. Mai am Rathausplatz über die Bühne gehen wird, mit 1.000 Euro, weil es für die Integration wichtig sei. Hier waren die FP und auch Gemeinderat Hermann Feiwickl von der Liste „Blüh“ dagegen. „Ich habe nichts gegen das ,Interkulturelle Fest‘, aber es sollte einen anderen Namen bekommen. Die Herzogenburger fühlen sich bei diesem Titel nicht angesprochen und bleiben dem Fest auch fern. Ich wäre für ein ,Fest für alle Herzogenburger‘“, erklärte Feiwickl. Die Stadtfest-Förderung in der Höhe von 3.500 Euro wurde wieder einstimmig abgesegnet.

Auch bei der Arbeitsvergabe zum Rathausneubau gab es keine Gegenstimmen - die Arbeiten wurden an die Bestbieter vergeben, wobei es gravierende Preisunterschiede gab. So lag bei den Elektroinstallationen der Höchstbieter bei mehr als 513.000 Euro, den Zuschlag bekam schließlich die Firma Klenk & Meder, die die Arbeiten für 318.642 Euro ausführen will. Die Sanitär- und Heizungsarbeiten gehen um 127.010 Euro an die Firma Ledermüller, ihr Anbot war um rund 61.000 Euro niedriger als jenes des Höchstbieters. Auch die Lüftungs- und Klima-Arbeiten gehen an Ledermüller, hier punktete die Firma mit 339.400 Euro und unterbot den Höchstpreis um rund 75.500 Euro.

Bei den Liefervereinbarungen für die Gastronomie im Anton- Rupp-Freizeitzentrum wurde beschlossen, sich für die nächsten fünf Jahre an die Firma Nestlé-Österreich, die das Schöller-Eis liefert, und an die Firma Egger zu binden. Sollte es währenddessen zu einem Pächterwechsel kommen, muss auch dieser den Vertrag akzeptieren. VP-Stadtrat Josef Ziegler warf dabei ein, dass sich dieser Umstand aber auch in einer Neuausschreibung finden muss.

Taxistand als weiteres Thema

Auch die Taxistandplatz-Problematik war ein Sitzungsthema. Nachdem die Familie Kerschner ihr Taxi ruhend gestellt hat - in Herzogenburg lohne es sich nicht, ein Taxi zu betreiben - ist schon vor Wochen bei einer Besprechung von den Anrainern gefordert worden, dass auch die drei Busse, mit denen auch Schüler- und Kindergartenkinder befördert werden, vom Rathausplatz entfernt werden. Was die Familie Kerschner ablehnte, da die Busse in den Seitengassen immer wieder beschädigt werden. Bürgermeister Zwicker schlug vor, einen geeigneten Standplatz am Kirchenplatz zu schaffen.