Erstellt am 04. März 2016, 10:59

von Lisa Röhrer

FP will Gehälter kürzen. Gemeinderätin Natascha Müllner forderte, die Bezüge der einzelnen Mandatare um 30 Prozent zu verringern. Das Geld sollte stattdessen in einen "Fonds für Soziales" fließen.

 |  NOEN, Symbolbild

Weniger in die eigene Tasche stecken und somit der Gemeinde beim Sparen helfen, könnte schon bald das Motto der Gemeinderäte in Inzersdorf-Getzersdorf lauten. Bei der jüngsten Sitzung wurde dies als Dringlichkeitseintrag von der FP vorgebracht: „Es ist klar, dass wir als Gemeinde nach den großen Investitionen jetzt ein bisschen auf’s Geld schauen müssen“, erklärte Gemeinderätin Natascha Müllner, „niemand ist auf das Einkommen aus dem Gemeinderat angewiesen, wir hätten uns daher überlegt, bei uns mit dem Sparen anzufangen und unsere Bezüge zu kürzen.“

Die einzelnen Mandatare hätten somit 30 Prozent weniger Gehalt, dadurch würde sich eine Summe von rund 17.000 Euro jährlich ergeben, die wiederum anderwärtig eingesetzt werden könnten. „Wir würden damit einen ,Fonds für Soziales‘ anlegen und könnten somit Kinder, Familien, Pensionisten und Menschen mit Handicaps unterstützen“, fuhr Müllner fort.

Ausgenommen von diesem Vorhaben sei das Bürgermeistergehalt, welches gesetzlich geregelt ist.

Auch die VP und SP standen dem Vorschlag vorerst nicht negativ gegenüber. In den nächsten Wochen soll das Thema in den einzelnen Fraktionen besprochen, bei der nächsten Sitzung dann ein Beschluss darüber gefasst werden.

Gemeinderat spricht sich gegen TTIP aus

Ein weiterer von der FP vorgebrachter Dringlichkeitsantrag bezog sich auf das transatlantische Handelsabkommen TTIP welches dafür gedacht wäre, den Handel zwischen Europa und den Vereinigten Staaten auszubauen. „Ich sehe dadurch alles, was sich Europa in den vergangenen Jahrzehnten mühevoll aufgebaut hat, gefährdet. Arbeitnehmerrechte wackeln und auch Investorenschutzklagen könnten uns wie bereits andere Gemeinden treffen“, verdeutlichte Gemeinderätin Müllner ihren Vorschlag.

Einstimmig wurde schließlich von den Gemeindevertretern beschlossen, eine Resolution gegen das geplante Handelsabkommen zu unterzeichnen.