Erstellt am 16. Februar 2016, 05:34

von Alex Erber

Fremdenverkehr: "Die Kräfte müssen gebündelt werden!". Weinstraße Traisental und der Tourismusverband Traisental-Donauland stehen bereits kurz vor dem Zusammenschluss.

Gottfried Eder: »Keine Auflösung, sondern ein Zusammenschluss.«  |  NOEN

Dass der Tourismusverband Traisental-Donauland aufgelöst wird, möchte (Noch-)Obmann Gottfried Eder nicht hören: „Vielmehr handelt es sich um einen Zusammenschluss oder eine Verschmelzung.“ Und zwar mit der „Weinstraße Traisental“, wie vor wenigen Tagen beim Bezirksweinbautag offiziell bekannt gegeben worden ist.

Bündelung der Kräfte

Sechs Experten haben an dieser Lösung wochen-, ja monatelang gefeilt: Neben Eder befanden sich Andreas Purt (Mostviertel Tourismus), Bezirksweinbauverbands-Obmann Rudolf Hofmann, Top-Winzer Markus Huber (Interprofessionelles Komitee Traisental, kurz IK), Walter Pernikl (Tourismusverband Traisental-Donauland) sowie Johann Steyrer für die „Weinstraße Traisental“ im Boot.

„Es geht schlicht und einfach um die Bündelung der Kräfte, damit Förderungen besser abgerufen werden können“, sind sich Andreas Purt und Gottfried Eder einig. Nicht nur das: Auch vorhandene Mittel könnten effizienter eingesetzt werden.

Das neue „Dach“, also die „Weinstraße Traisental“, wird künftig zwölf Mitgliedsgemeinden umfassen: Herzogenburg, Traismauer, Nussdorf, Inzersdorf-Getzersdorf, Statzendorf, Wölbling, Obritzberg-Rust, Kapelln, Perschling und Sitzenberg-Reidling. Entsprechende Beschlüsse haben die Gemeinderäte bereits abgesegnet, lediglich Statzendorf ist noch ausständig. SP-Bürgermeister Michael Küttner hat jedoch schon im Vorfeld der kommenden Gemeinderatssitzung signalisiert, dass Statzendorf ebenfalls der Verschmelzung zustimmt.

Zu diesen zehn Gemeinden kommen noch Würmla und Atzenbrugg/Heiligeneich hinzu, entsprechende Gespräche sind bereits geführt worden.

Warum wird die „Weinstraße Traisental“ gemeinschaftliche Trägerorganisation und nicht umgekehrt? „Das ist einfach zu beantworten“, erklärt Gottfried Eder. „In der ,Weinstraße‘ sind alle zehn Gemeinden plus ein Großteil der Winzer Mitglieder. Es müssen lediglich die Mitgliedsbeiträge angepasst, die Gremien neu besetzt und gegebenenfalls Aufgaben des bisherigen Tourismusverbandes Traisental-Donauland in den Statuten aufgenommen werden.“

Generalversammlungen sind noch ausständig

Was außer dem Beschluss des Statzendorfer Gemeinderates noch fehlt, sind die beiden Generalversammlungen von „Weinstraße Traisental“ und Tourismusverband Traisental-Donauland, um die Neuausrichtung der „Weinstraße Traisental“ zu beschließen. Termine stehen noch nicht fest. Eines ist im Vorfeld klar: „Gemeinsam mit den Winzervereinigungen und mit den beiden Städten Herzogenburg und Traismauer sowie Mostviertel Tourismus und Donau NÖ werden die notwendigen Arbeitsressourcen definiert und entsprechend aufgeteilt“, erläutert Gottfried Eder.