Erstellt am 05. Juli 2016, 05:46

von Thomas Heumesser und Alex Erber

Reaktion auf den „Brexit“. Mandatare fassten Grundsatzbeschluss: Auf Initiative der VP bekommt Wölbling einen „Europa-Beauftragten“. Wer diese Funktion ausüben wird, ist allerdings noch völlig offen.

Kindergruppe Waldweg wird finanziell unterstützt: geschäftsführender Gemeinderat Bruno Steidl, Vizebürgermeister Reinhold Tischer, Bürgermeisterin Karin Gorenzel (alle SP), Obfrau Liliane Schagerl, geschäftsführender Gemeinderat Peter Hießberger (VP) sowie die Gemeinderäte Bernhard Fellner (Wölbling MITeinander) und Armin Daxböck (FP; von links).  |  NOEN, Thomas Heumesser, privat

Großbritannien hat Ja zu Europa und Nein zur EU gesagt. Der „Brexit“, also der bevorstehende Austritt aus der Europäischen Union, hat für europaweite Schlagzeilen gesorgt. Was das mit Wölbling zu tun hat? Mehr als man denken könnte, denn geschäftsführender Gemeinderat Peter Hießberger von der VP hat bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einen bemerkenswerten Dringlichkeitsantrag eingebracht.

„Europa-Gemeinderat" in Planung

In Reaktion auf den „Brexit“ solle in Wölbling die Funktion eines „Europa-Gemeinderates“ eingeführt werden und er selbst, Hießberger, zum „Europa-Gemeinderat“ bestellt werden.

„Um die Ideen und Ziele des Friedensprojektes ,Europäische Union‘ in unserer Gemeinde besser zu transportieren und stärker zu verankern, soll als bewusstes Zeichen die Funktion eines ,Europa-Gemeinderates‘ eingeführt werden. Ähnlich den Gemeindereferenten für Umwelt- oder Jugendfragen, kann der ,Europa-Gemeinderat‘ Ansprechpartner und Drehscheibe für sämtliche EU-Themen in der Gemeinde Wölbling sein“, begründete Hießberger den Antrag.

Die anderen Parteien signalisierten Zustimmung. Man fasste einhellig einen Grundsatzbeschluss, dass ein „Europa-Gemeinderat“ installiert werden soll. Allerdings erst in der ersten Sitzung nach der Sommerpause, denn, so ließ SP-Bürgermeisterin Karin Gorenzel durchblicken, könne der „Europa-Gemeinderat“ auch durchaus von einer anderen Fraktion gestellt werden.

Freude herrscht bei der Kindergruppe Waldweg, die nun auch Kinder ab dem zweiten Lebensjahr und Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufnimmt. Sie erhält von der Gemeinde eine Förderung in der Höhe von 3.950 Euro, nachdem es zuvor schon eine Landeszuweisung im Ausmaß von 7.920 Euro gab. Obfrau Liliane Schagerl, die anwesend war, nahm den einstimmigen Beschluss zufrieden zur Kenntnis.

Das Waldbad muss saniert werden

Auch bei zahlreichen anderen Tagesordnungspunkten herrschte Einstimmigkeit, etwa, als es um die Sanierung des Waldbades ging. Technikraum, Pflasterung und Sandfilterkessel müssen erneuert beziehungsweise saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 110.000 Euro. Drei Unternehmen wurden angeschrieben (Jägerbau, Heigl-Bau, Swietelsky), die Firma Swietelsky erhielt als Bestbieter den Zuschlag.

Umfrage beendet

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