Erstellt am 08. Juni 2016, 05:55

von Alex Erber

Geschäftsleben pulsiert. Bilanz / Neue Gewerbebetriebe haben sich gut etabliert, die gastronomische Szene floriert. Bürgermeister Herbert Pfeffer nennt einige Gründe, warum sich Traismauer positiv abhebt.

 |  NOEN, zVg

Es gibt immer mehr Städte, die ein recht trauriges Bild abgeben: verwaiste Zentren, leer stehende Geschäftsflächen. In der Römerstadt ist das anders. Zur Zufriedenheit von SP-Bürgermeister Herbert Pfeffer, der seit der vergangenen Gemeinderatswahl das Wirtschaftsressort führt. Dabei hat man ihn auf sozialdemokratischer Landesebene vor diesem Schritt gewarnt, ja sogar abgeraten: „Nach längerem Überlegen habe ich dann entschieden, die Wirtschaftsagenden zu übernehmen. Sozialdemokratie und Wirtschaft schließen einander nicht aus. Im Gegenteil, es geht um die enge Zusammenführung von Stadt und Wirtschaft“, sagt Pfeffer.

Der Bürgermeister feierte am vergangenen Mittwoch Geburtstag; am gleichen Tag wie auch das Parade-Lokal „Herbert‘s“ in der Wiener Straße. Herbert Theuretsbacher (33), dem das „Grias di God“ zu klein geworden ist, hat vor exakt einem Jahr seine Pforten im ehemaligen Schlecker-Markt aufgesperrt.

Vom Stadtfriseur bis zum Babyparadies

Weitere Zugänge am gastronomischen Sektor sind „Schowis Minigolf“ in der Donaustraße und „da Josef“ in Wagram. Das Lokal „s‘Krügerl“ ist neu übernommen worden.

Es war nicht die einzige Neuerung in den vergangenen Monaten. Jüngstes „Kind“ unter den Geschäften ist der „Stadtfriseur“. Guter Frequenz erfreut sich auch das „Babyparadies“, das demnächst mit zwei Neuerungen aufwartet. Einerseits kann man dort Textilien abgeben, die dann von der Textilreinigung Herzogenburg gereinigt werden, andererseits ist die Abgabe von Paketen möglich.

Bestens etabliert hat sich das „G‘sunde Eck“ von Evelyn Hochsteger und im KEM-Zentrum werkt der engagierte Jungunternehmer Jakob Vesely mit seiner Firma „AppArtig“.

Nach der Übersiedlung der Firma Schöpf in den Wirtschaftspark „Campus 33“ hat sich das Kunststoffrecycling-Unternehmen Stiedl dort angesiedelt.

Zur Abrundung tragen der Neubau der Billa-Filiale sowie die Übersiedlung der Zentrale des Autozubehör-Riesen Forstinger bei.

„Man sieht, dass in Traismauer viel los ist."

Bürgermeister Herbert Pfeffer: „Man sieht, dass in Traismauer viel los ist. Dabei haben einige Mandatare das Fehlen eines Wirtschaftsausschusses zunächst bemängelt. Es ist aber nicht gut, wenn sich das Ressort ,Wirtschaft‘ ausschließlich in der Hand der Politik befindet. In unserer ,Wirtschafts-Strategiegruppe‘ sind auch Wirtschaftsvertreter dabei. Ich bin besonders stolz, dass wir mit Norbert Fidler und Dieter Lutz zwei echte Kapazunder haben. Und ich freue mich, dass es mit den VP-Gemeinderäten Elisabeth Nadlinger und Andreas Schöller ein sehr gutes Gesprächsklima gibt.“

Ausdruck dieser gemeinsamen Überlegungen sind auch die neuen Förderungsrichtlinien. Die Stadt berücksichtigt dabei nicht nur Betriebe, die sich neu ansiedeln möchten.

In den Genuss einer Förderung kann seit kurzer Zeit auch ein alteingesessenes Unternehmen kommen; abhängig von der Zahl der Arbeitsplätze, die es bietet. Bestes Beispiel dafür ist die Firma Bekum, die mit der Gutschermühle zu den großen Aushängeschildern in Traismauer zählt.

WWT: Höchststand an Mitgliedern

Weiterer Eckpfeiler der prosperierenden Entwicklung ist die gute Zusammenarbeit der Stadtgemeinde mit dem WWT (Werbeverein Wirtschaft Traismauer) und dessen neuen Obmann Alexander Simader: „Er bringt viel Schwung und Elan mit. Abgesehen davon, dass Simader ein neues Informations- und Werbemagazin ins Leben gerufen hat, das sich wirklich sehen lassen kann, darf er sich auch über einen Höchststand an Mitgliedern freuen.“