Erstellt am 16. Oktober 2015, 10:32

von Hans Kopitz

Großer Garten der Kunst. Am kommenden Wochenende öffnen Herzogenburger Künstler wieder ihre Pforten. Erstmals mit dabei ist der Surrealist Georg Pummer aus Oberwinden.

 |  NOEN

Kommendes Wochenende ist es wieder soweit: Zahlreiche Ateliers - auch in der „Stadt mit Lebensqualität“ - öffnen ihre Pforten. Ein Erfolgsgeheimnis dieser großartigen Veranstaltung ist sicherlich der besonders einfache und bürgernahe Zugang zu den Künstlern und zu ihren Arbeiten. Viele Kunstliebhaber nutzen die Gelegenheit und schauen den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter und lassen sich von der Kunst inspirieren und beeindrucken.

Ein Künstler, dessen Bilder zurzeit nicht nur im Café La Strada, sondern von 30. Oktober bis 1. November auch im Art.Salon 2015 in die Wiener Galerie Artopia sowie bei Red Dot Miami Art Fair in den USA zu bewundern sind - nächstes Jahr sind New York und Shanghai geplant - und der zum ersten Mal sein Atelier öffnet, ist der 32-jährige Georg Pummer.

Seit früher Jugend eine spezielle Vorliebe

Die Stilrichtung des vielseitigen Künstlers aus Oberwinden reicht von der modernen Abstraktion über detaillierte Darstellungen von Gegenständlichen bis zur mystischen Symbolik. Schon von früher Jugend auf hat er eine spezielle Vorliebe im Surrealismus gefunden. Genauer gesagt möchte er seinen Stil als Endzeit-Surrealismus definieren, da er sich des Öfteren mit dem Thema der humanen Apokalypse konfrontiert und dadurch seinen Betrachtern einen Einblick in eine Welt schafft, die womöglich durch falsches Handeln untereinander beziehungsweise gegenüber der Natur und den Ressourcen verursacht wird.

Speziell in der Exhibition „Evolution Alpha - Omega“ geht es um die Folgen solcher von den Menschen meist selbst verursachtem Fehlverhaltens, hervorgerufen aus dem übersteigenden Strebens nach materiellem Besitz, sprich der unendlichen Gier. „Was ich bezwecken will, ist das Um- beziehungsweise Nachdenken, was mit unserer Umwelt und im Anschluss auch mit unserer Erde passieren kann. Die Betrachter meiner Bilder werden oft in einen Bann der Detailverliebtheit meiner Malausbrüche gezogen, ebenso ist des Öfteren eine große Tiefenwirkung in meinen Werken zu spüren“, so Georg Pummer.

Insgesamt acht Künstler laden sehr herzlich ein

In sehr vielen seinen Werken ist oftmals das Omega zu finden, da er in diesem Symbol eine enorme Darstellungskraft gefunden hat. Es steht für das Ende - muss aber nicht heißen, das danach nichts mehr kommt - es kann auch für einen Neuanfang oder für etwas Neues stehen.

Außer Georg Pummer haben im Herzogenburger Gemeindegebiet noch weitere sieben Künstler ihre Ateliers geöffnet: Christine Huber in der Bachgasse 32, Renate Minarz und Edith Minarz-Kress in der Schupfengalerie, Kirchengasse 2, Hans Stelzer in der Bahnzeile 16, Gertrude Mayerhofer in Krenntal 13, Joee Erhart in der Kremser Straße 51 und Johannes Jilch in Adletzberg 27.