Zagging

Erstellt am 12. Oktober 2017, 12:51

von Thomas Heumesser

Neue Prunkstück der Feuerwehr steht vor Eröffnung. Allerletzte Arbeiten am „Feuerwehr-Gemeinschaftshaus der Generationen“: Am 21. und 22. Oktober darf nach gewaltiger Leistung aller Beteiligten groß gefeiert werden.

Ein Haus der Generationen für Generationen: Feierlich eröffnet wird es am 21. und 22. Oktober.  |  NOEN, Freiwillige Feuerwehr Hain-Zagging

Wenn am 22. Oktober das „Feuerwehr-Gemeinschaftshaus der Generationen“ von Landesrätin Barbara Schwarz im Beisein von lokaler Prominenz, Vereinen und Körperschaften sowie unzähligen Feuerwehrkameraden eröffnet wird, so bildet das den Abschluss und Höhepunkt einer sehr intensiven, knapp 15-monatiger Bauphase: Im Dezember 2010 wurde der Vorschlag für eine Fusion der beiden Feuerwehren Hain und Zagging auf Basis eines neuen, gemeinsamen Hauses aufgenommen, in der Folge ein geeigneter und auch verfügbarer Standort gesucht.

15 Monate Bauzeit für Gemeinschaftshaus

Im Frühjahr 2014 sind die Fusion und der Neubau auf dem jetzigen Standort mit großer Mehrheit beschlossen worden.

Damit begann die umfassende Planung, die sich über eineinhalb Jahre erstreckte. Die besondere Herausforderung daran war die ideale Verknüpfung des eigentlichen Feuerwehrbereiches mit dem „öffentlichen“ Bereich, der auch allen Vereinen und der Allgemeinheit zur Nutzung zur Verfügung stehen wird.

Die ersten Erdarbeiten nahm man am 9. Mai des Vorjahres vor. Es folgten Planierungen und die Aufschüttung, die durch die nasse Witterung stark behindert wurden.

Die ersten Umsetzungsarbeiten durch die Florianis erfolgten mit der Verlegung des Schmutzwasser- und Regenwasserkanales, die Fundamentarbeiten wurden bereits Ende Juli abgeschlossen, wobei in Summe 277 Kubikmeter Beton und 14 Tonnen Eisen verarbeitet wurden. Danach begannen die Maurerarbeiten, die mit der Gleichenfeier am 30. Dezember den Abschluss fanden.

Rund 20.000 Arbeitsstunden

Das Jahr 2017 stand im Zeichen der sehr herausfordernden und zeitintensiven Innengestaltung und Fertigstellung. Bis zur Eröffnung am 22. Oktober werden rund 20.000 freiwillige und unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet worden sein sowie unzählige kostenlose Maschinen- und Gerätebeistellungen.

Der Mannschaftstrakt hat eine Grundfläche von 21 Mal 21 Metern, der mehrfach teilbare Saal hat 20 Mal 10 Meter, wobei auch eine Teeküche und das Musikvereinslager integriert sind. Dieser Mehrzwecksaal wird seinem Namen gerecht. Er kann für Sitzungen, Musikproben, Versammlungen, kleine Feiern bis zu Vorträgen, Seniorenturnen und Yoga genutzt werden oder auch für eine Buchausstellung, die bereits am 14. und 15. Oktober – also noch vor der Eröffnung - stattfindet.

Gesamtkosten: 1,87 Millionen Euro

Im Obergeschoß (200 Quadratmeter) befinden sich der Jugendraum, ein Besprechungszimmer sowie Lagerräume für Feuerwehr und Landjugend, die restliche Fläche dient als einstweilige Raumreserve.

Die Fahrzeughalle hat eine Länge von 32 Metern, wobei in diesem Bereich auch der Haustechnikraum und die Schmutzschleuse untergebracht sind, die Feuerwehr kann künftig durch vier große Tore zum Einsatz ausrücken.

Eine überdachte Durchfahrt kann für den Festbetrieb mittels Planen verschlossen werden, ein Katastrophenschutzlager mit 120 Quadratmetern ermöglicht die Lagerung diverser Geräte und Materialien. Ein angrenzender Kinderspielplatz und ein Übungs- und Trainingsplatz runden die vielseitige Nutzungsmöglichkeit ab.

Die Gesamtprojektkosten wurden mit 1,87 Millionen Euro veranschlagt. Darin sind auch die Baugrundkosten berücksichtigt, die Kosten für den Gebäudebereich wurden mit 1,43 Millionen Euro geschätzt. Diese Kosten werden von Gemeinde, dem Land NÖ und durch Eigenleistungen der Feuerwehr je zu einem Drittel getragen.

„Sicher ist jedenfalls, dass sich viele Kameraden herausragend für dieses Projekt eingesetzt habe"

Den allergrößten Teil der Bauarbeiten erbrachten naturgemäß die Kameraden der Feuerwehr, eine genaue Abgrenzung ist insofern unmöglich, da die meisten Kameraden auch Mitglied im Musikverein, der Landjugend oder anderen örtlichen Vereinen engagiert sind.

„Sicher ist jedenfalls, dass sich viele Kameraden herausragend für dieses Projekt eingesetzt haben, aber auch, dass von allen eine unglaubliche Leistung erbracht wurde und sie sich dementsprechend auf den Abschluss der Bauarbeiten und die Eröffnung freuen“, blickt Kommandant Franz Holzmann voraus.

Die Hainer Bevölkerung hat eine enorme Summe im Zug der Bausteinaktion zur Finanzierung der Innenausstattung gespendet.