Herzogenburg

Erstellt am 18. Oktober 2016, 04:00

von Alex Erber

Asylquartier: Der Wechsel wird begrüßt. Dass die Caritas ab Dezember übernimmt, stimmt die Stadtpolitiker zufrieden.

Die Container werden mit Ende November der Geschichte angehören, zumindest auf dem ehemaligen Biomin-Areal in Oberndorf/Ebene. Die derzeit dort untergebrachten Jugendlichen werden in das ehemalige Bürogebäude übersiedeln und dort von der Caritas betreut.  |  Hans Kopitz

Mit 1. Dezember wird die Caritas der Diözese St. Pölten die Leitung des Asylquartiers in Oberndorf/Ebene übernehmen. Wie exklusiv berichtet, hat Margarete Erber den Vertrag mit der derzeitigen Betreiberfirma SLC-asylcare nicht verlängert.

Die heimischen Politiker nehmen diesen Wechsel wohlwollend zur Kenntnis. „Ich begrüße ihn und auch die Tatsache, dass die Anzahl der Flüchtlinge von zeitweise über 90 auf 24 reduziert wird“, sagt SP-Bürgermeister Franz Zwicker.

VP-Stadtrat Erich Hauptmann stößt ins gleiche Horn: „Die Caritas hat schon mehrfach bewiesen, dass sie Ahnung hat. Dass mit Hannes Ziselsberger ein Herzogenburger Caritas-Direktor geworden ist, stellt sich in der Angelegenheit sicherlich nicht als Nachteil dar.“

"Es kann nur besser werden"

FP-Stadtrat Wolfgang Schatzl hätte sich zwar gewünscht, dass Familien bleiben und Jugendliche Oberndorf verlassen müssen, ist aber mit dem Wechsel „grundsätzlich einverstanden.“

Stadtrat Horst Egger von den Grünen: „Es kann nur besser werden. Und mit der Caritas wird es auch besser werden.“

Hannes Ziselsberger weiß, dass eine hohe Erwartungshaltung durchaus auch eine Bürde sein kann: „Ich kann nicht versprechen, dass alles sofort perfekt wird. Wenn wir aber alle zusammenhelfen, wird etwas Gutes herauskommen.“