Erstellt am 04. April 2016, 12:04

von Alex Erber

Herzogenburg: Die Bürgerinitiativen erhalten keinen Cent. Gemeinderat: Breite Mehrheit fasste einen Grundsatzbeschluss. Auch Verein "Waldweg" wird nicht gefördert.

FP-Schatzl: »Habe den Windkraftgegnern Unterstützung zugesagt.« Gerstbauer (Grüne): »Hätte mir einmalige Sondersubvention vorstellen können.«  |  NOEN, Fotos: Hans Kopitz

Was die Gewährung von Subventionen anbelangt, kann man nicht behaupten, dass die Stadtgemeinde knausrig ist. Dass nunmehr zwei von drei Subventionsansuchen abgelehnt worden sind, bereitet einigen Mandataren Kopfzerbrechen.

Etwa FP-Stadtrat Wolfgang Schatzl. Völlig überraschend gab er bekannt, dass er Anti-Windkraft-Aktivist Jürgen Hörhan eine Finanzspritze zugesagt habe. Die Rechnung hat Schatzl ohne den Wirt, sprich ohne den Gemeinderat gemacht. Dieser lehnte eine finanzielle Förderung der Plattform „Bürger für Bürger - Für Traismauer“ mit den Stimmen von SP und VP ab.

Nicht nur das: Die Ablehnung wurde in einen Grundsatzbeschluss gegossen, der besagt, dass die Stadtgemeinde generell keine Bürgerinitiativen fördern wird. Damit hat man den Grünen Kopfzerbrechen bereitet. Stadtrat Franz Gerstbauer: „Ich habe mit dem generellen Grundsatzbeschluss ein Problem, das ist ein Wermutstropfen, er engt uns ein“, argumentierte er.

Die Grünen enthielten sich ebenso der Stimme wie FP-Gemeinderat Manfred Schauer. Die anderen FP-Mandatare votierten dagegen, auch Gemeinderat Hermann Feiwickl von der Liste „Blüh“.

Kein Geld für den „Waldkindergarten“

Den „Waldkindergarten“ in Wölbling besuchen auch fünf Kinder aus Herzogenburg. 650 Euro für den Betreiberverein „Waldweg“ sollte es nun geben, der den Betrag für Baumpflegemaßnahmen nutzen wollte. Der Gemeinderat lehnte mit der Begründung ab, dass man keine Einrichtungen in anderen Gemeinden fördern wolle, wenn es ein gleichwertiges Angebot in Herzogenburg gebe. Stadtrat Franz Gerstbauer von den Grünen hätte sich eine „einmalige Sondersubvention“ vorstellen können, er lehnte die Ablehnung des Subventionsantrages ab. Stadtrat Horst Egger und Gemeinderätin Notburga Schaupp, beide von den Grünen, enthielten sich der Stimme.

Einigkeit herrschte darüber, dass das Festival der Internationalen Kirchenmusik, „Musica Sacra“, wie in den vergangenen Jahren auch heuer mit 730 Euro unterstützt wird. In der Stiftskirche findet im Rahmen des Veranstaltungsreigens am Samstag, 24. September, ein Konzert statt.