Herzogenburg

Erstellt am 10. Oktober 2016, 11:38

von Hans Kopitz

Ganze Nacht in der Tracht. Lederhose und Dirndl sind voll im Trend: Vollrathhallen waren erneut zum Bersten voll.

Wie nicht anders zu erwarten, lockte auch die vierte Auflage der „Nocht in Trocht“ zahlreiche Dirndl- und Lederhosenträger in die Vollrathhallen. Es war kein Oktoberfest und kein Ball, sondern einfach ein Fest, das zum schönen spätherbstlichen Wetter passte.

99 Prozent der Gäste kamen traditionsgemäß in Tracht - kurz oder lang, klassisch oder modern - und schwangen ihr Tanzbein zur Gruppe „Woxx“ aus OÖ, die den Besuchern kräftig einheizte. Dazu gab es ausgewählte kulinarische Schmankerl - wie Spanferkelbraten und Weißwürste, eine Bier- und Cocktailbar - und ein unterhaltsames Abendprogramm, das die Herzogenburger Volkstanzgruppe, übrigens hier zum ersten Mal, eröffnete. In der Mitternachtspause zeigte Alexander Schneller - Chef vom Zirkus Pikard - seine jongleuristischen Fähigkeiten.

Artner: Verlassen, aber nicht einsam

Besonders viele Jugendliche kamen in Tracht: Dirndl und Lederhose sind voll im Trend. Auffallend war jedoch, dass heuer die Gemeindevertreter, die sonst immer in vollen Scharen zur „Nocht in Trocht“ geeilt waren, vollkommen ausgelassen haben und sich Christoph Artner als Vizebürgermeister in dieser Beziehung eher verlassen - aber trotzdem nicht einsam - fühlte.

Sollte das etwa die Retourkutsche dafür sein, dass „Nocht“-Veranstalter Leopold „Fili“ Bertl der Gemeinde beim Wohnbau am Nemschitz-Areal die kalte Schulter zeigt? Wie berichtet, beeinsprucht der Anrainer das dortige Vorhaben. Die Vermutung stand - auch bei den zahlreichen Besuchern - im Raum.