Herzogenburg

Erstellt am 05. April 2017, 05:13

von Alex Erber

Geriatriezentrum kein Stein-Ersatz. Bundesimmobiliengesellschaft prüfte, ob in St. Andrä Gefängnis angesiedelt werden kann.

Ein Gefängnis in St. Andrä? So schnell die Idee am Tisch war, so schnell war sie auch schon wieder vom Tisch.  |  NOEN, Hans Kopitz

Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Justizanstalt Krems-Stein umgesiedelt oder teilweise verlagert werden soll, um Kapazität für die Erweiterung der Donau-Universität zu schaffen. Das Justizministerium arbeitet derzeit an einer Studie über einen möglichen Standort. Ein heißer Tipp ist der Truppenübungsplatz Allentsteig im Waldviertel.

Adaptierung des Geriatriezentrums wurde geprüft

Nicht mehr in Frage kommt das Areal des ehemaligen Geriatriezentrums in St. Andrä. Dort haben Vertreter der Bundesimmobiliengesellschaft geprüft, ob die Adaptierung als Gefängnis möglich ist. Wie Bürgermeister Franz Zwicker bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilte, sei man aber nur allzu rasch von dem Plan abgerückt. Aus zwei Gründen: Das Bundesdenkmalamt dürfte davon wenig begeistert sein, außerdem sind die Investitionskosten zu hoch.

Übrigens: Bereits vor mehr als drei Jahren, konkret im Jänner 2014, war erstmals die Rede von einem Neubau eines Gefängnisses, um Krems-Stein wegsiedeln zu können. Als möglicher Standort war kurzfristig Statzendorf im Gespräch, was von den Verantwortlichen jedoch heftig dementiert worden ist.