Herzogenburg

Erstellt am 09. August 2016, 08:16

von Alex Erber

Gießkannen-Attacke: Schatzl greift SP frontal an. FP ist Treffen mit „Absage an Gewalt“ ein Dorn im Auge. Man messe mit zweierlei Maß. Integrationsstadtrat Richard Waringer: „Er interpretiert Dinge, die es nicht gibt.“

FP-Schatzl: „Angelegenheit war Waringer scheinbar ins Konzept gepasst.“  |  NOEN

Die Gießkannen-Attacke am Friedhof zieht nun auch politische Kreise.

Wie berichtet, hatte eine psychisch stark beeinträchtigte Frau eine Migrantin (54) mit einer Gießkanne derart attackiert, dass das Opfer sogar kurze Zeit im Universitätsklinikum St. Pölten verbringen musste.

Als Reaktion darauf gab es ein Treffen zwischen SP-Bürgermeister Franz Zwicker, SP-Integrationsstadtrat Richard Waringer, Mevlüt Eren (Islamische Förderation Herzogenburg), Ayse Arslan (Integrationsservice der Stadtgemeinde Herzogenburg) und dem Opfer. Es endete mit einer klaren „Absage an Gewalt“, egal, woher sie kommt.

Dorn im Auge

Dieses Treffen ist der FP ein Dorn im Auge. In einem offenen Brief greift Stadtrat Wolfgang Schatzl den Stadtchef und den Integrationsstadtrat frontal an, spricht wörtlich von einem „tiefschwarzen Moment in der roten Stadtgeschichte“.

Schatzl könne sich an keine derartige Krisensitzung erinnern, nachdem ein „österreichischer Herzogenburger attackiert oder belästigt worden war.“

Man messe mit zweierlei Maß, noch dazu prangere man eine Frau an, die psychische Probleme hat und wahrscheinlich gar nicht wisse, was sie gesagt hat.

Bürgermeister Franz Zwicker wird nach Beendigung seines Urlaubs auf den „Offenen Brief“ antworten, Stadtrat Richard Waringer macht dies sofort: „Der Inhalt spricht für sich. Da werden Mauern aufgebaut, Gräben aufgerissen. Wir kümmern uns darum, wenn es Probleme gibt. Schatzl interpretiert Dinge, die es gar nicht gibt. Wir haben bewusst niemanden angeprangert.“