Herzogenburg

Erstellt am 07. April 2017, 13:32

von Alex Erber

Mandatare segneten den Finanzbericht ab. Vizebürgermeister Christoph Artner präsentierte das Zahlenwerk. Pro-Kopf-Verschuldung beläuft sich auf 1.480 Euro.

Vizebürgermeister Christoph Artner ist stolz auf den Rechnungsabschluss.  |  NOEN

Während es in anderen Kommunen rund um den Rechnungsabschluss oft heftige Diskussionen gibt, sind in der Stiftsstadt Debatten auch heuer ausgeblieben. Das Finanz-Konvolut ist in allen Punkten einstimmig abgesegnet worden.

Das hat drei Gründe: Falls es Fragen rund um den Rechnungsabschluss gibt, räumen sie die Mandatare schon im Vorfeld im Gespräch mit der Stadtamtsdirektion aus. Der Prüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Gemeinderat Franz Haslinger (VP) prüft die Zahlen auf Herz und Nieren. Und außerdem bleibt in Herzogenburg der Gedanke der Sparsamkeit kein Lippenbekenntnis.

Debatten blieben auch heuer aus

Der Rechnungsabschluss des Finanzjahres 2016 enthält im ordentlichen Haushalt Einnahmen von 15,372.638 Millionen Euro und Ausgaben von 15,341.748 Millionen Euro.

Im ordentlichen Haushalt wurden im Vergleich zum Voranschlag 2016 Mehreinnahmen von 112.638 Euro und Mehrausgaben von 81.748 Euro verbucht.

Unter Berücksichtigung des Sollüberschusses 2015 in der Höhe von 375.707 Euro ergibt sich mit 31. Dezember 2016 ein gesamter Sollüberschuss von 406.598 Euro, der auf das Finanzjahr 2017 übertragen wird.

Im außerordentlichen Haushalt wurden bei den ausgewiesenen Vorhaben Einnahmen von 5,025.638 Millionen Euro und Ausgaben von 3,874.832 Millionen Euro getätigt.

Im außerordentlichen Haushalt ergibt sich gegenüber dem Voranschlag bei den Einnahmen eine Verminderung von 15,359.361 Millionen Euro und bei den Ausgaben eine Verminderung von 16,510.167 Millionen Euro. „Astronomische Zahlen“, schmunzelte nicht nur SP-Bürgermeister Franz Zwicker. Sein Stellvertreter und Finanzreferent Christoph Artner (SP) erläuterte den Grund: „Dies ist auf den veranschlagten, aber nicht umgesetzten Ankauf und Weiterverkauf des Geriatriezentrums St. Andrä bedingt.“

Ein Soll-Überschuss, der auf das Jahr 2017 übertragen wird, ergibt sich bei den Vorhaben „Grundankauf“ mit 318.521 Euro und „Rathaussanierung“ mit 832.284 Euro.

Die restlichen Vorhaben des außerordentlichen Haushaltes sind ausgeglichen. Die Zuführung vom ordentlichen Haushalt an den außerordentlichen Haushalt zur Herstellung des Ausgleiches bei einzelnen Vorhaben beträgt 751.187 Euro.

2,4 Millionen Euro für die Rathaussanierung

Der Stand der Darlehen betrug zum Beginn des Finanzjahres 2016 9,379.700 Millionen Euro und am Jahresende 11,420.882 Millionen Euro. Unter Heranziehung der Einwohnerzahl zum 1. Jänner 2017 (7.729 Einwohner), errechnet sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von exakt 1.477,67 Euro. Davon können vergleichbare Gemeinden nur träumen.

Für den Ausgleich des außerordentlichen Haushaltes wurden folgende Darlehen aufgenommen: Rathaussanierung 2,4 Millionen Euro, Straßenbau und Aufschließungsanlagen 747.900 Euro und Wohnhaussanierung 100.000 Euro.