Erstellt am 18. Oktober 2016, 04:41

von Alex Erber

Vergewaltiger lebte in Oberndorf/Ebene. 17-jähriger Afghane war an brutaler Tat am Praterstern beteiligt. Prozess gegen Asylwerber-Trio findet im Dezember statt.

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Ende April ist am Wiener Praterstern eine Studentin brutal vergewaltigt worden. Wie erst jetzt bekannt geworden ist, lebte der mutmaßliche Haupttäter (17) damals im Flüchtlingsquartier in Oberndorf/Ebene.

Die abscheuliche Tat hat ganz Österreich erschüttert. Eine junge Türkin, die in Wien im Rahmen des Erasmus-Austauschprogrammes Raumplanung und Ziviltechnik studierte, ist Opfer von drei Asylwerbern aus Afghanistan geworden.

Wie das Trio bei der polizeilichen Einvernahme gestand, hat es die Studentin vor der Bahnhofstoilette gezielt abgepasst. Die 21-Jährige wurde zufällig ausgewählt, mit dem „nächsten Mädchen, das aufs WC geht, wollten wir Sex haben“, so einer der drei Afghanen, die sich in Haft befinden und auf ihren Prozess warten, der Anfang Dezember stattfinden wird. Laut Angaben eines Anwaltes wird sich das Trio geständig zeigen.

Den Peinigern hilflos ausgeliefert

Ein nunmehr 17-Jähriger folgte der Studentin auf die Toilette und öffnete mit einer Münze die Kabinentür.

Zunächst gelang es der verängstigten Frau noch, die Kabinentür zu verriegeln, doch nach dem zweiten Versuch mit der Münze war sie ihren Peinigern hilflos ausgeliefert. Sie schrie um Hilfe, bat um Verschonung. Weil sich das Opfer heftig wehrte, wurde es mit dem Kopf mehrmals brutal auf die Kloschüssel geschlagen.

Wie es möglich war, dass sich der Afghane aus Oberndorf/Ebene seiner Betreuungsobhut entziehen konnte und mitten in der Nacht am Wiener Praterstern auftaucht, ist bislang unbekannt.